Warum du nie ein berühmter Blogger wirst – und was du dagegen tun kannst

Von Walter Epp 75

Du ärgerst dich.

Schon wieder dieses Gesicht. Du kannst diese Grimasse nicht mehr ertragen. Jeden Tag siehst du Miss Prominent im Fernsehen, in den Zeitungen, im Internet.

Du bist nirgendswo vor ihr sicher.

Jedes Mal, wenn du sie – und andere Prominente – siehst, fragst du dich: Wieso? Wieso ist diese Frau berühmt? Welchen Dienst hat sie der Menschheit erwiesen, dass man sie in jedem Quatschblatt dieser Welt abdruckt? Eigentlich wäre es ein großer Dienst für die Menschheit mal jemanden zu zeigen, der nicht aus heißer Luft besteht.

Ich möchte dir etwas sagen: Du kannst dich ärgern, aber du kannst es nicht ändern.

Denn hinter der Berühmtheit von berühmten Menschen steckt ein einfaches aber oft verpöntes Prinzip. Es heißt …

Berühmt ist, wer berühmte Freunde hat

Dieses Prinzip gilt überall – und damit auch in der Bloggerwelt.

Berühmt ist, wer berühmte Freunde hat. Du kannst dieses Prinzip hassen, du kannst es verachten oder sagen, dass es nur für die schleimigen Typen unter den Bloggern ist – aber du kannst nicht an diesem Prinzip vorbei.

Viele Menschen unterliegen einem entscheidenden Irrtum. Sie denken: Er ist berühmt und erfolgreich, deshalb hat er berühmte und erfolgreiche Freunde.

Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Es ist genau anders herum. Weil er berühmte und erfolgreiche Freunde hat, ist er berühmt und erfolgreich.

So einfach. Ob dir das nun gefällt oder nicht.

Damit entsteht ein geschlossener Kreis der Prominenz, in den du nicht ohne Weiteres eindringen kannst. Der Kreis ist dicht. Du kommst nur hinein, wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt.

So ist das auch beim Bloggen.

Bekannte Blogger sind immer mit bekannten Bloggern befreundet. Wieso? Weil sie dadurch bekannt geworden sind – und sie werden immer bekannter, weil alle Mitglieder des Kreises sich gegenseitig puschen und promoten.

Die 1-Millionen-Klicks-Frage lautet nun:

Wie kommst du in diesen Kreis?

Wie schaffst du es, dass ein berühmter Blogger dein Freund wird, dich promotet, dir einen Link schenkt und dich auf Twitter erwähnt?

Die Antwort: Durch Gastbeiträge.

Gastbeiträge sind in Deutschland ein stark vernachlässigtes Mittel, um berühmt und bekannt zu werden. Dabei hat das Gastbloggen so viele Vorteile. Welche genau, das verrate ich dir jetzt:

1. Du erhältst einen Backlink

Zahlreiche Blogger mühen sich im „SEO“-Dschungel ab. Sie suchen nach versteckten Tricks und Strategien und hoffen durch irgendwelche Verlinkungsspielchen bei Google auf Seite 1 zu landen.

Fakt ist: Niemand kennt den Google-Code. Niemand weiß genau, was Google denkt. Doch eine Sache steht unbestritten fest: Google möchte seinen Lesern qualitativen Content anzeigen.

Und woran erkennt eine Suchmaschine qualitativen Content?

Andere Frage: Wem vertraust du? Einem Fremden oder einem Fremden, den dein Freund dir weiterempfohlen hat? Natürlich letzterem.

Und genau so denkt Google. Google sieht Links von Webseiten und Blogs mit Autorität als vertrauenswürdige Empfehler an. Ein Link von einer Seite mit Autorität ist im Internet damit Gold wert.

Und wie bekommst du solch einen Link? Durch einen Gastbeitrag.

2. Du erhältst ein neues Publikum

Als smarter Blogger ist deine Zielgruppe allerdings nicht Google, sondern Menschen. Doch auch hier punktet ein Gastbeitrag mit einem enormen Vorteil: Du trittst vor ein komplett neues Publikum.

Der „große Blogger“ ist vielleicht schon seit Jahren dabei und hat eine treue und große Leserschaft. Er hat hart dafür gearbeitet und sich die Leser verdient. Und du? Du bekommst die Chance für dieses Publikum zu schreiben.

Hier herrscht das Prinzip der „Vorband“. Bei fast jedem großen Konzert gibt eine Vorband. Bevor Coldplay auf die Bühne kommt und der Saal in Jubel ausbricht, darfst du mit deiner Vorstadtband vor dem gleichen Publikum spielen. Coldplay hat die Massen versammelt und du darfst vor ihnen singen – leichter geht es wirklich nicht.

Doch hier gibt es einen Haken. Warum sollte Coldplay dich als Vorband einladen? Welchen Nutzen hat das für Coldplay?

Und hier kommen wir zum nächsten Vorteil des Gastbloggens.

3. Du bist nützlich

Eine Vorband erfüllt einzig und allein einen Zweck: Sie muss das Publikum schon warm machen und die Stimmung schon aufheizen, damit Coldplay sofort loslegen kann.

Der schwerste Teil eines jeden Konzerts ist immer der Anfang: Die Stimmung ist noch  mau und die Band braucht mehrere Lieder, um das Publikum in Schwung zu bringen. Diesen Teil hat nun die Vorband übernommen und war damit nützlich.

Super nützlich.

Und genau das solltest du auch sein, wenn du einen Gastbeitrag schreibst. Du solltest nützlich sein – und zwar super nützlich!

Bei sogenannten „Kooperationen“ sage ich mittlerweile fast immer Nein. Weil sie immer so gestrickt sind, dass ich der Dumme bin und der andere einfach nur die Lorbeeren einfährt. Nein, danke.

Ich bekomme auch Gastbeiträge angeboten … da kann ich nur die Hände in den Mund stecken, feste zubeißen und laut schreien.

Denn viele Gastbeiträge sind miserabel. Warum? Weil der Blogger sich nicht die Mühe gemacht hat nützlich zu sein. Er wollte keinen 3.000-Wörter-Artikel schreiben – den behält er lieber für sich. Er wollte schnell einfach nur absahnen und liefert einen 700 Wörter langen, nichts-sagenden, oberflächlichen Kuhfladen ab.

Nützlich sein ist anders.

4. Du erhältst eine kostenlose Social-Media-Kampagne

Jeder Blogger möchte, dass sein Content und sein Blog super läuft.

Deshalb teilen sie auch fleißig ihre eigenen Inhalte und verlinken und sharen was das Zeug hält – meist die eigenen Inhalte.

Das Tolle daran ist: Es macht keinen Unterschied wer den Beitrag geschrieben hat, Hauptsache der Beitrag ist vom eigenen Blog.

Wenn du dich also fragst: Wie schaffe ich es, dass ein großer Blogger mit einer großen Community meinen Beitrag teilt? Dann ist die Antwort: Durch einen Gastbeitrag.

Dein Baby wird so zu seinem Baby und er wird sich sorgsam darum kümmern. Er wird den Beitrag verlinken, sharen, seiner E-Mail-Liste mitteilen, twittern, erwähnen und ins Blog-Archiv aufnehmen.

Damit ein Blogger das mit einem fremden Artikel macht, muss der Artikel schon Chuck Norris heißen.

5. Du erhältst einen Freund

Klar, ich rede hier vom Gastbeiträge Schreiben als Marketinginstrument. Allerdings darf es das nicht bleiben. Wie der Name schon sagt heißt es Gast-Beitrag.

Du bist also bei jemandem zu Gast und du benimmst dich auch so. Und seien wir mal ehrlich: Jemand, der bei dir zuhause zu Mittag gegessen hat, den vergisst du nie wieder. Vielleicht hast du nicht mehr so viel Kontakt zu ihm, aber sein Gesicht merkst du dir bis in alle Ewigkeit.

Wenn du also einen Gastbeitrag schreibst, dann darfst du nie vergessen:

Hinter dem Blog steckt ein Mensch aus Fleisch und Blut. Es ist viel wertvoller ihn zu gewinnen als irgendwelche Klicks.

Niemand ist eine Insel. Niemand kann allein bestehen. Und am Ende zählt nicht was man hat, sondern wen man hat. Das gilt auch fürs Bloggen.

Ich bin mit so ziemlich jedem Blogger/jeder Bloggerin, bei denen ich einen Gastbeitrag geschrieben habe, weiterhin in Kontakt. Wir tauschen uns aus. Ich stelle Fragen, sie stellen Fragen. Wir teilen unsere Inhalte und wir kommentieren unter unseren Blogs. Aus fast jedem Gastbeitrag wurde eine langfristige Beziehung.

Das ist das wirklich das Wertvolle beim Gastbloggen, denn du kommst endlich in den Kreis der Prominenz. Du gehörst endlich dazu.

6. Du erhältst Vertrauen

Ein weiterer Punkt, der oft vernachlässigt wird: Menschen lesen Menschen, denen sie vertrauen. Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen.

Wenn du also ein Blog Business aufbauen möchtest, dann ist eine Sache ganz entscheidend: Vertrauen.

Und wie bekommst du Vertrauen? Indem andere dir vertrauen.

Wenn deine Eltern jemandem vertrauen, dann wirst du der Person auch vertrauen. Wenn dein Freund bei Mister X zu Gast war, dann wirst du auch keine Angst haben bei ihm zu essen.

Die Gleiche Wirkung haben Gastbeiträge: Wenn der „große Blogger“ dir vertraut hat und du für ihn schreiben durftest, dann vertrauen dir auch seine Leser. Sie verlassen sich auf das Urteilsvermögen des Gastgebers – einer der Gründe, warum du nicht jeden Gastbeitrag akzeptieren solltest, denn er ist immer auch eine Empfehlung.

7. Du erhältst Autorität

Menschen hören nicht auf Ratschläge von Fremden – es sei denn der Fremde ist eine Autorität. Für jeden Leser, der das erste Mal auf deinen Blog kommt, bist du ein Fremder.

Wieso sollte er also auf deine Ratschläge hören? Weil du Autorität hast.

Wie bekommst du diese Autorität? Indem du zeigst, wer dir vertraut hat und wo du schon überall zu sehen warst. Deshalb haben Vladislav, ich und andere Blogger diesen Banner, auf dem steht: „Bekannt aus“.

Das machen wir nicht, um anzugeben. Wir machen das nicht, um zu zeigen wie toll wir sind. Sondern wir machen das, damit wir Autorität bekommen und damit Leser uns vertrauen.

Benutze diese Wunderwaffe

Ich hoffe ich habe dich überzeugt. Viele sind Gastbeiträgen gegenüber skeptisch und finden „Netzwerken“ ist eine schleimige Strategie.

Du kannst gerne weiter alleine in deiner Ecke bloggen – dann beschwer dich aber nicht, dass dich keiner liest.

Ein weiterer Grund, warum Blogger keine Gastbeiträge schreiben: Sie wissen einfach nicht wie. Es gibt viele kleine Stolperfallen und irgendwie scheinen die „Großen“ unerreichbar zu sein.

Um das gesamte „Wie“ des Gastbloggens abzudecken habe ich einen umfassenden Kurs erstellt, der dir alles über die Kunst des Guestblogging beibringt. Du findest ihn hier*.

Also: Lass deine eigene Bühne ein bisschen Ruhen und mache dich auf zur nächsten großen Bühne.

Und nicht vergessen: Sei super, super nützlich.

Chimpify Keynote

13. Dezember 2016    10:00 Uhr
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75 Kommentare

  • Danke für den Artikel. Vertrete voll und ganz diese Meinung. Es heißt ja nicht umsonst, dass sich alles durch teilen verdoppelt.
  • Guter Artikel.

    Ich habe mit Gastartikeln auch sehr gute Erfahrung gemacht. Es ist auch gar nicht so schwer, wie man denken könnte, auf großen Blogs einen Gastartikel unterzubringen.

    Blogger brauchen ständig neuen Content. Meine Erfahrung ist, die meisten freuen sich wenn man mit einem guten (!) Gastartikel daher kommt.
  • Vielen Dank für die hilfreichen Informationen. Vielleicht kann ich mich ja mal revanchieren. "Warum ein Blog einfach nichts bringt und man schon gar kein Geld damit verdienen kann."
  • Hey ho,

    ich kann nur das Gegenteil belegen! ;)
  • Ein wirklich interesanter Beitrag! Wie gefällt dir denn mein blog? Kannst du mir mal einen Tipp geben, was ich verbessern könnte?
    Liebe Grüße
    Melanie
  • Ein toller Austausch hier - informativ und kritisch, so kann man einiges daraus lernen und umsetzen! HERZlichen Dank hierfür HERZlichst Elly & Christian
  • Hallo Walter,

    Wie Gast-Beiträge auf andere Blogs wichtig ist, zeigt auch die Casy-Studie von Crazy4Marketing, Die Inhaben Kevin und Alina. Sie machen genau das selbe und zeigen auch jedem wie man solch einen Gast-Artikel schreibt. Das Schöne an solchen Gast-Artikeln ist man muss ihn erstens nicht selber schreiben und man gewinnt wie oben schon erwähnt dieses enorme Potenzial die alle anderen schon haben. Ich musste mich auch erst mal an den Gedanken gewöhnen das die Prominenten unter den Bloggern genau solche Menschen waren wie du und ich. Also eigentlich ganz normale Menschen. Wie dem auch sei sträub dich nicht davor, Sie anzuschreiben und Sie auf deinen Gast-Artikel aufmerksam zu machen nur so erhältst du vielleicht die Chance dein Bekanntheitsgrad enorm zu steigern.

    Gruß

    Ruben Pasternak
  • Jep.
    Jeder Blogger ist ein Mensch. Das ist auch der große Vorteil gegenüber gesichtslosen Magazinen ;)

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    super Artikel. Ich versuche genau diese Thematik auch gerade "meinen" Coaches beizubringen und langsam fruchtet es, wie ich glaube. Ich bin hartnäckig. Hehe. :-)

    In der Coachingszene ist dieses Prinzip nämlich auch noch nicht sehr weit verbreitet, jeder kocht sein eigenes Süppchen und wundert sich, dass alles so zäh vorwärtsgeht. :-D

    Liebe Grüße und Danke für Deine stets so wunderbar geschriebenen Beiträge!
    Christina
  • Ja, das ist in vielen Szenen so. Jeder sitzt in seiner Ecke und wundert sich, warum sein Publikum nicht wächst :D

    Viel Erfolg beim "umerziehen" ;)

    LG, Walter
  • ...ganz nach dem Motto GEMEINSAM sind wir unausstehlich :) oder für die Braven unter uns GEMEINSAM sind wir STARK!

    In diesem Sinne starke Grüße Elly und Christian!
  • Ein toller Artikel, vor allem der Punkt "Wer berühmt ist, hat berühmte Freunde". Blogger Relations sind das ein und alles heute!

    LG
  • Ja, und nicht nur beim Bloggen.
    Sondern überall, wo es um Bekanntheit und ein Publikum geht.
    LG, Walter
  • Toller Artikel! Man glaubt man weiß Bescheid und dann kommt da jemand mit einem Spiegel, der ein ganz anderes Bild zeichnet. Danke für diesen Spiegel und die damit verbundene Anregung zum Über- und Umdenken.

    Viele Grüße
    Heike
  • Bitte.
    "Gute Bücher sind der Spiegel der Seele" habe ich mal gelesen. Anscheinend gilt das auch für Blogs.
    Ich freue mich, dass ich dir helfen konnte.
    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    dieser Artikel ist wirklich toll! Ich lese hier inzwischen regelmäßig und in einem Artikel habe ich hier gefunden, dass sehr viele Menschen die Artikel nur überfliegen oder die Überschriften lesen. Ich habe mal darauf geachtet und festgestellt, dass ich hier die Artikel komplett lese. Das konnte ich nicht bei jedem Blog beobachten. Also wirklich sehr gut.


    Ich habe noch eine Ergänzung. Gerade wenn man im deutschen Sprachraum unterwegs ist, kann es sinnvoll sein, wenn man englische Artikel von anderen Bloggern übersetzt und somit das Original teilt, aber gleichzeitig eigenen Content und Mehrwert liefert. Viele deutsche Leser lesen auch die "englische Autorität". Selbst wenn unsere Besucher die englischen Artikel und Blogger nicht kennen, baut es doch Vertrauen auf.

    Dafür benötigt man zwar gute Sprachkenntnisse, aber es ist vielleicht für den ein oder anderen Anfänger einfacher als an Gastbeiträge zu kommen. (Ach ja, man kann auch für Übersetzungen bezahlen.)

    Auch wenn dieser Blogger dann wahrscheinlich die eigenen Artikel nicht teilt, weil sein Publikum aus dem englischsprachigen Raum kommt, kann dadurch eine Beziehung entstehen. Man kann doch trotzdem voneinander lernen und sich gegenseitig austauschen.

    Außerdem hat man so hochwertigen Content ohne die große Arbeit neben dem eigentlichen Schreiben und muss nicht mal abschreiben oder klauen.

    Ich hoffe, der Tipp hilft weiter, auch wenn er vielleicht etwas über das Thema hinausgeht. Ich habe davon auch noch keinen Artikel auf dem Affenblog gefunden.

    Leider fehlt mir dazu auch noch die praktische Erfahrung beim Bloggen, aber das werde ich ändern und diese Methode dann neben Gastbeiträgen anwenden.


    Jens
  • Hallo Jens,
    Ich habe auch noch keine Erfahrung beim Austausch mit US-Bloggern. Ist aber in Planung.
    Sobald ich was gelernt habe, wirst du es auch erfahren.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    es war wieder einmal sehr lernenswert, Deinen Beitrag zu lesen.
    Obwohl ich noch komplett in der Keimphase stecke, kann ich doch erahnen, wieviel Qualität und Arbeit in so einem Artikel stecken.
    Besonders die angebotenen Kuhfladen schaffen einen direkten Bezug in meine Jetztwelt. Dort muß ich mich öfters fremder Dienste bedienen und wer bekommt dann die Schelte, wenn die Qualität miserabel war und das Kind im Brunnen liegt, ich!

    Natürlich habe ich auch zum Schluß auf den Link zu deinem Kurs geklickt und was muß ich da lesen:


    Thomas wollte schon immer Blogger werden.
    Er wollte frei sein, seine Meinung teilen und vielleicht auch ein nettes Einkommen damit verdienen.
    Thomas hatte Leidenschaft, Energie und steckte viel Arbeit in seinen Blog. Doch nach einem Jahr bekam er nur Stress, wenig Leser und kein Geld als Dank für seine Mühe.
    Er schloss den Blog und schickte alle Blog-Ratgeber zur Hölle.
    Sein Fazit: „Heute kann man keinen erfolgreichen Blog mehr aufbauen. Die Zeiten sind vorbei!“
    Hat Thomas Recht?
    Nein.


    Da hab ich noch gar nicht richtig angefangen und schon liege ich am Boden! Heul!

    Naja, ich werd's überleben.

    Mit tapferen Grüßen

    Thomas
  • Hallo thomas,
    Sorry, dass ich deinen Vornamen gewählt habe. Du warst nicht gemeint ;)

    Ich schildere aber, was viele erleben. Viele geben auf, weil die Leser einfach nicht kommen. Damit das nicht passiert habe ich diesen Kurs erstellt.

    Gib nicht auf und mach weiter. Es lohnt sich.

    LG, Walter
  • Hi Walter, hi Vladi,
    ich kann leider auch nur eingeschränkt zustimmen. Ich bekomme mittlerweile ca. 1 bis 3 Anfragen pro Woche mit dem Wunsch, dass ich für andere Blogs Gastartikel schreiben soll. Offenbar gefällt mein Content, das ist schön :-) Allerdings sehe ich bei vielen "anbietenden" Blogs, dass sie die Gastartikel nicht vernünftig promoten. Ich finde, das muss auch mal gesagt werden: "Promote Gastartikel mindestens genauso gut und viel wie deine eigenen Artikel, wenn nicht sogar mehr." Ist das nicht gegeben, nützt auch der beste Gastartikel nichts.
    Viele Grüße
    Katharina
  • Hi Katharina,

    ich verstehe, was du meinst. Ja, die "tollen" Anfragen trudeln hier auch immer täglich ein. Aber wir meinen mit dem Beitrag das etwas andere Gastbloggen - einfach bei größeren smarten Blogs. Es gibt immer noch zu wenig Blogger, die gute Gastbeiträge bei guten Blogs schreiben.

    Und jap, da bin ich voll bei dir, egal ob Gastartikel oder nicht, der muss promotet werden.

    Ich glaube, das große Problem ist einfach, dass viele effektives Content Marketing leider immer noch nicht verstanden haben :)
  • Hi Katharina,
    Bei mir ist das eine Bedingung: Wenn der Gastautor seinen Gastbeitrag bei mir nicht wie eine wildgewordene Sau promotet, dann darf er nicht bei mir publizieren.

    Und andersherum mache ich es auch so: Ich schicke jeden Gastbeitrag an meine E-Mail-Liste und promote wie verrückt.
    Das gibt ja auch mir wiederum Autorität.

    Viele Blogger denken einfach nicht nach...
    LG, Walter
  • Lieber Walter,

    klasse Artikel... und grandioser Schreibstil... :D

    Vor allem ist es wichtig darauf zu achten, dass das Geben und Nehmen zwischen Bloggern im Gleichgewicht ist.
    Um in den Kreis der Großen zu kommen sollte also auch die Frage gestellt werden:
    Wie kann ich die Großen unterstützen, helfen....

    Und vor allem, die Qualität eines Gastartikel, sollte gleich wie bei Artikel am eigenen Blog, top sein!

    Alles Liebe
    Robert
  • Jep, nützlich sein. Große Blogger sind auch nur Menschen. Wenn du ihnen nützlich bist, werden sie dich früher oder später bemerken.
    LG, Walter
  • Lieber Walter,

    ich danke Dir für Deine klaren Worte!

    Deine Beiträge lese ich total gerne - sie sind immer randvoll mit Wahrheit und der optimalen Portion Humor versehen ♥

    Ein federleichter und fröhlicher Gruß

    Martina
  • Hallo Martina,
    Schön von dir zu hören. Ich hoffe euer Blog läuft rund und ich hoffe, dass ihr auch den Mut zusammennehmt, um Gastbeiträge zu schreiben. Das Zeug dazu habt ihr allemal.

    LG, Walter
  • Sehr deutlicher Artikel, schön in der eigenen Sprache geschrieben.

    In letzter Zeit bin ich beim Lesen verschiedener Blogs und Ebooks immer wieder auf das Thema Gastbeitrag gekommen.

    Ich finde super, dass es hier auch noch mal auf direkte aber trotzdem freundliche Art klar gemacht wird: Das was im "realen" Leben funktioniert, das klappt auch hier im Internet. Schön finde ich auch das "Leistungsprinzip". Mehrwert schaffen durch einen Gastartikel,somit hat jeder etwas davon! Da könnte man sich in vielen anderen Bereichen eine Scheibe von abschneiden. :-)

    Die Bloggerszene ist in den letzten Jahren gewachsen und vielleicht finde ich ja darin auch noch meinen Platz. :-)
  • Platz ist auf jeden Fall genug da, wenn man sich von den anderen unterscheidet.
    Man muss nicht der Erste sein, sondern einfach nur anders. Viel Erfolg Marcel.
  • Gott! Vladislav ist ja schon extrem nah dran an meinem Alienherzen. Ab heute schlägt es auch für Dich, Walter ;) Danke! Alles Liebe für Euch. Lea
  • Danke für deine lieben Worte. Ich werde versuchen, dein Herz nicht zu brechen ;)
    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    ein sehr treffender und vor allem nachvollziehbarer Artikel. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du inzwischen auf dem Affenblog fast mehr Gastartikel schreibst als Vladi eigene Artikel veröffentlicht. ;)

    Dass das Schreiben von Gastbeiträgen ein äußerst wichtiger Bestandteil der Aufgaben eines erfolgreichen Bloggers ist, war mir schon längst bewusst. Jedoch habe ich nie so richtig den Ansatzpunkt gefunden, wie ich das Thema am besten anpacke.

    Zum Beispiel würde ich sehr gerne einmal einen Gastartikel auf Marathonfitness schreiben und habe auch schon überlegt und Entwürfe gebastelt. Jedoch habe ich mich noch nicht getraut ihn einmal anzusprechen, weil ich mir nie sicher bin, wie ich das am besten tue und wie ich die Chancen maximiere, dass er das, was ich ihm anbiete auch wirklich will.

    Was Deinen neuen Kurs angeht, da habe ich schon seit ein paar Tagen den Finger auf dem Trigger. Im Prinzip ist das von der Beschreibung her genau, was ich gerade brauche und ich werde definitiv zuschlagen. Mit der Geld-Zurück-Garantie kann man ja auch nicht viel falsch machen! :)

    Viele Grüße
    Jahn
  • Hi Jahn,

    haha, das hat so schon seine Richtigkeit! Das Meiste was ich mache, mache ich mit Plan 8)

    Ich skype nachher mit Mark, dann wollte ich ihm deinen Kontakt eh weiterleiten. Vielleicht kommt ja etwas zustande.
  • Hi Jahn, bei mir bekommst du sogar 110 Prozent zurück ;)

    Und die Beiträge bei Vladislav sind eigentlich keine Gastbeiträge mehr, weil ich und Vladi Partner sind. Ich bin sozusagen ein Teil des Affenblogs.

    Mit dem Mut und der richtigen Ansprache ist das so eine Sache, da könnte ich viel zu schreiben - oder schaust einfach in meinen Kurs :D

    Ne ernsthaft: Mut zahlt sich aus ;)

    LG, Walter
  • Lieber Walter,

    vielen Dank für die schlagkräftige Erinnerung. Ich habe zwar bereits mit dem Gastbloggen angefangen, aber in letzter Zeit etwas nachgelassen. Jetzt bin ich wieder motiviert und werde gleich anfangen. :-)
    Wobei es mir immer noch schwerfällt, bekanntere Blogs anzuschreiben und wegen eines Gastbeitrags nachzufragen. Da muss ich wohl noch ein bisschen an meiner Schüchternheit arbeiten. ;-)

    Liebe Grüße,
    Marie
  • Liebe Marie,

    ich danke Dir für Deine Zeilen ♥

    Seit einer "Weile" bin ich auch dabei, mich für Gastbeiträge zu motivieren... wenn nur nicht die Scheu wäre :)

    Gastbeiträge fühlen sich für mich im Moment noch so groß an... oder mache ich mich klein :)

    Ich winke Dir fröhlich zu und wünsche uns beiden, dass wir bald eine große Portion Mut beisammen haben ♥

    Martina
  • Ich habe auch gemerkt, dass viele Blogger einfach Angst haben, aus ihrer sicheren Zone herauszukommen. Das kostet sie dann viele neue Leser.
  • Hallo Walter,
    ich schreibe gerne Gastbeiträge und habe im Moment zwei in der Pipeline, die ich in den nächsten Tagen schreibe.
    Zurzeit gibt es in einer Facebook-Gruppe eine kleine Diskussion darüber, wer Gastbeiträge schreibt und warum/warum nicht. Erstaunlich fand ich die Antworten von einigen Bloggern, die noch keine schreiben, weil sie erst ihren eigenen Blog füllen wollen ...

    Kann ich nicht nachvollziehen :)

    Viele Grüße
    Linda
  • Man kann sogar Gastbeiträge schreiben, ohne einen einzigen Beitrag auf dem eigenen Blog zu haben ;)
    Einfach auf eine Landing-Page verlinken und E-Mails einsammeln :D
    LG, Walter
  • Das dauert immer ein bisschen bei uns :)
  • Vielen Dank Walter!!
    Sehr guter Artikel. Sehr gutes Thema.
    Du lebst es selbst vor.
    Ich überlege mir deinen Kurs zu kaufen :-)
    Viel Erfolg weiterhin!
    Lieben Gruß,
    Peter
  • Ja, ich predige nur, was ich lebe :D
    Und kaufen kannst du meinen Kurs ja, hast ja nichts zu verlieren bei einer 110 Prozent Garantie ;)
    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    >>Denn viele Gastbeiträge sind miserabel. Warum? Weil der Blogger sich nicht die Mühe gemacht hat nützlich zu sein. Er wollte keinen 3.000-Wörter-Artikel schreiben – den behält er lieber für sich.

    Stimmt genau, siehe
    http://zendepot.de/wuerdest-du-fremden-leuten-dein-geld-leihen/

    Hat mich 3 Tage Arbeit gekostet. Am liebsten hätte ich den Artikel behalten, aber ich habe ihn dann doch rausgerückt.
    Das Ende vom Lied: Holger und ich planen jetzt ein Seminar zusammen ;-)

    Was will man mehr!

    Gruß
    Finanzwesir
  • So ist es.
    Ich habe die besten Beiträge immer als Gastbeitrag rausgehauen.
    Man muss 120 Prozent liefern, wenn man vor ein neues Publikum tritt.
  • Hey Walter,

    sehr cooler Artikel. Du bist definitiv der Mann für Gastbeiträge!

    Dein Beitrag auf Anti-Uni war lange Zeit einer der beliebtesten Beiträge überhaupt auf dem Blog.

    Keep it up!

    Ben
  • Danke Ben. Und das ist, was ich meine, wenn ich sage: Liefere super viel Mehrwert – so dass der Artikel zu den meistgelesenen gehört :D

    Danke dir für die Gastfreundschaft Ben,
    Hau rein.
  • Ich bin durch Zufall auf Deine Seite gestossen. Und Deine Worte sind mehr als passend, es gibt leider viel zu viele da draußen die keine Ahnung haben wie eigentlich Sozial Media funktioniert. Ich bin selber erst Neuling und taste mich langsam in diesem Dschungel vor, deshalb finde ich Deine Tipps sehr hilfreich und ich werde erst mal üben im Blog Schreiben und den ein oder anderen Tip anwenden, Gruß Petra
  • Und was macht man, wenn man bei seinem Thema, über das man schreibt, niemanden als "Promi" hat an den man sich hängen könnte, sondern selbst der Pionier und Erste in dem Segment ist?
  • Hi Markus,

    dann musst du deinen Bereich ein bisschen weiter fassen. Suche dir "Promis" oder Influencer, die ein ähnliches Thema haben.
  • Sehr guter Artikel! Vielen Dank!
    Jetzt scharre ich innerlich mit den Hufen ... und hoffe fröhlich auf die Zeit, wenn ich endlich meinen Blog auf Vordermann bringen kann.

    Herzlich, Friederike
  • Dieses Gefühl kenne ich, wenn man richtig Bock hat, etwas zu verändern und loszulegen. Viel Erfolg dabei.
    Walter
  • Hey Walter, what ein Brett. Perfekt! Danke Dir für diesen Super Artikel. Hast Du auch einen eigenen Blog? Oder bist Du hauptberuflicher Affenblogger? Schöne Grüße aus Stuttgart. Peter
  • Hi, Ich bin Co-Autor beim Affenblog. Mein eigener Blog lautet www.schreibsuchti.de
    Da konzentriere ich mich auf das Schreiben und das Leben als Schriftsteller und Blogger. Mit vielen Schreibtipps ;)

    LG, Walter
  • Wie Recht du hast Walter :)

    Diese Beobachtungen mache ich schon eine ganze Weile. Nicht nur im Bloggerbereich, sondern u.a. auch in der Coachingszene.

    Als ich z.B. meine Interviews mit Matthias Brandmüller, Ralf Schmitz oder Heiko Häusler ins Wolfsrevier geladen hatte, kamen bereits Anfragen wie: "Du bist bestimmt teuer, oder?!" ;)

    Wenn man sich jetzt noch auf Live-Events weiter vernetzt und der Persönlichkeitsfaktor hochgradig ins Spiel kommt, werden auch die Gastbeiträge schneller angenommen :)


    LG
    Ralf
  • Jo, so ist es. Viele Menschen sind berühmt geworden, nur weil sie berühmte Menschen interviewen.
    Moderatoren im Fernsehen macht oft nichts anderes. Sie interviewen berühmte Menschen und irgendwann sie die Moderatoren selbst berühmt. So läuft das ;)
    LG, Walter
  • Hey Walter, danke! Immer wieder habe ich in letzter Zeit gedacht: "Klingt eigentlich interessant, das mit dem Gastbloggen. Aber keine Ahnung wie man das richtig anstellen würde".

    und danke für den Lacher hier: :D
    "…liefert einen 700 Wörter langen, nichts-sagenden, oberflächlichen Kuhfladen ab."
  • Haha, ja, Walters Metaphern rocken immer! :D
  • Hahaha, da haust du direkt auf den Putz. :D Viel ERfolg beim vernetzen.
    Lg, Walter
  • Dem stimme ich nicht unbedingt zu.

    Erstens muss man anerkennen, das "Ruhm" in der Blogosphäre eine Filterblase ist. Keiner ist deswegen berühmt. Nur - und das sage ich wirklich in aller Bescheidenheit - weil wir zum Beispiel 2 Mio. Leser im Monat haben, werden wir weder auf der Straße erkannt oder angesprochen - und das ist auch gut so. Es ist toll, so viele Leser zu haben, wir sind auch dankbar dafür. Aber keiner von uns wird deshalb zum Promi.

    Es geht m.E. auch nicht um Ruhm - der erfüllt keinen Selbstzweck. Das merken die Leser schnell, ob du dein Blog schreibst, um berühmt zu werden (also für dich) - oder um den Lesern zu helfen.

    Und auch der Punkt, "Gastbeiträge helfen", stimmt (finde ich) so nicht. Ja, natürlich kann man Gastbeiträge anbieten. Aber wenn es wirklich darum geht, in einen Zirkel reinzukommen, dann hilft nur eines: persönliche Kontakte. Wer meint, er könne das alles bequem daheim vom Laptop aus managen, irrt. Und zwar gewaltig. Am Ende des Tags ist Social Media nämlich das: social. Heißt: Du musst Menschen persönlich treffen, mit denen einen Kaffee oder ein Bier trinken, plaudern, Vertrauen schaffen und eine Beziehung pflegen. Genau das ist der Grund, warum sich manche Blogger (egal, ob groß oder klein) immer wieder verlinken, zitieren, unterstützen: Man kennt sich - und zwar schon lange und persönlich...

    Will sagen: Wenn es wirklich um Blogaufbau geht, kommt der Punkt, an dem musst du raus aus dem Haus und rein ins Getümmel - physisch, persönlich, in "real life". Es ist ein people business - und das wird es auch immer bleiben. Der "Klüngel" ist eben doch keine kölsche Erfindung. ;)
  • Hey Jochen,

    danke für dein Kritik!

    Walter meint mit "berühmt" keine Weltberühmtheit, sondern eher den Mikro-Promi-Status.

    Blogs, so wie wir sie führen, stellen den Blogger immer in den Vordergrund. Und mit der Zeit bekommt man einfach einen gewissen Mikro-Promi-Status :)

    Um Ruhm zum Selbstzweck geht es nie. Aber auch wenn du für Leser Mehrwert schaffen möchtest, dann brauchst du Ruhm, um bekannt zu werden.

    Ich finde Gastbeiträge eine wunderbare Art, um persönliche Kontakte aufzubauen. Aber ansonsten stimme ich dir zu, über den realen Kontakt geht nichts.
  • Ich gebe dir Recht Karrierebibel. Persönliche Kontakte sind weit wertvoller als Gastbeiträge. Doch meiner Erfahrung nach muss auch erst zu diesem persönlichen Kontakt kommen...

    Und wie schaffe ich es, dass mich ein "echter" Mensch auf einer Konferenz nicht ignoriert? Indem ich für ihn schreibe und ihm Nutzen liefere...

    Und Vladi hat es schon gesagt: Ich definiere berühmt hier mit "berühmt in deiner Nische". so meinte ich das. Ich muss wohl noch an meiner Klarheit arbeiten. Danke für den Hinweis.

    LG, Walter
  • Ein wirklich grandioser Artikel Walter! Man, deine Schreibart ist unüberschlagbar! Daumen hoch!
  • Dem kann ich nur zustimmen. Deine Schreibart ist einfach bewundernswert! Weiter so!
  • Danke für den Wachrüttler Walter. Ich kann auch empfehlen auf Konferenzen und Seminare zu gehen. Da trifft man Gleichgesinnte und kann netzwerken.

    Gruß Artur
  • Ja, das ist ein guter Tipp. Ein Meetup war auch für mich einer meiner Durchbruchsmomente.
    Das gibt auch viel Mut, wenn man andere trifft, die auch vom Bloggen besessen sind ;)
    LG, Walter

Was denkst du?