Wie wir mit affen on air locker-flockig die iTunes Charts gerockt haben

Von Vladislav Melnik 44

Platz 1 in „Marketing und Management“. Platz 1 in „Wirtschaft“. Platz 23 in allen Kategorien.

So sind Gordon und ich mit affen on air in iTunes gestartet.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Wir sind super happy und vor allem dankbar darüber!

Aber warum ist iTunes so wichtig?

Weil damit so ein Podcast steht oder fällt. Du musst dir vorstellen, dass Apple alleine in 2014 über 169 Millionen iPhones verkauft hat.

Das ist ein riesengroßer Markt.

Und nicht nur das. Auch Podcast an sich werden immer beliebter: Mehr als 39 Millionen Menschen haben in 2014 einen Podcast gehört. Das sind 15% der gesamten amerikanischen Bevölkerung.

Tendenz steigend.

Für dich als smarter Blogger ist es jetzt ein direkter Zugang zu deinem Publikum. Deshalb sind Podcasts so geil.

Und weil Case Studies rocken, möchte ich dir genau zeigen, wie wir es geschafft haben, damit du es uns nachmachen kannst.

Schritt 1: Warum möchtest du einen Podcast starten?

Podcasten macht Spaß. Im Prinzip schnackst du nur, das Ganze wird aufgenommen und deinem Publikum zur Verfügung gestellt.

Aber es ist auch eine Verpflichtung. Du musst es regelmäßig machen. Nur mit Regelmäßigkeit baust du dir ein großes Publikum auf:

Es ist wie beim Bloggen, es dauert seine Zeit.

Von der Strategie bis zur Produktion, so ein Podcast ist Arbeit. Es sind viele Elemente, die du dirigieren musst.

Aber warum haben wir damit angefangen?

Weil smarte Blogger alles für ihr Publikum machen. Und wenn Einige Audios bevorzugen, dann bekommen sie das auch! 😉

So ein Podcast hat aber auch noch weitere Vorteile:

  • Du erreichst ein neues Publikum – Wie gerade angedeutet, nicht alle Menschen lesen gerne. Ich bin z. B. jemand, der gerne liest. Andere schauen lieber Videos auf der Couch. Und andere hören lieber Podcasts und putzen dabei ihre Wohnung. Mit einem Podcast erreichst du also ein komplett neues Publikum.
  • Du baust eine stärkere Beziehung zu deinem Publikum auf – Für viele Leser war es wahrscheinlich das erste Mal, dass sie meine Stimme gehört haben. Ich fokussiere mich immer auf meinen Tribe und da ist eine warme menschliche Stimme viel stärker als ein kalter Text. So ein Podcast bringt einfach mehr Nähe zu deinem Leser.
  • Du kommunizierst eine Menge zwischen den Zeilen – Manchmal ist es schwer, in einem Text zu erklären, was z. B. hochwertige Inhalte ausmachen. Aber bei zwei Affen und einem Dialog ist das schon wesentlich einfacher.

Das waren die Gründe, warum ich Gordon gefragt habe, ob wir nicht einen affenstarken Podcast machen wollen.

Schritt 2: Plane eine Launch-Sequenz

Du kannst jetzt nicht einfach loslegen, eine Episode aufnehmen, dich bei iTunes anmelden und das Beste hoffen.

Sorry, aber das ist naiv.

Hinter jedem erfolgreichen Launch steckt eine Menge Strategie und Arbeit.

Generell ist ein Launch immer ein besonderes Event. Deshalb haben wir affen on air mit einem kleinen Lauch gefeiert.

Dabei haben wir uns hauptsächlich auf Social Media und E-Mail-Marketing fokussiert. Dabei haben wir uns an folgende Sequenz gehalten:

  1. Pre-prelaunch – Hier erzeugst du langsam Aufmerksamkeit und deutest an, dass da etwas Neues kommt.
  2. Prelaunch – Hier deckst du das Geheimnis auf und gibst nähere Infos – wann geht’s genau los?
  3. Launch – Hier launchst du. Das ist der Tag der Eröffnung. Feiere das ordentlich! 😉
  4. Post-Launch – Hier fasst du den Launch noch mal zusammen und schließt das Event ab.

Okay? Cool. Weiter im Programm.

Schritt 3: Produziere ein paar Episoden vor

Wenn du erfolgreich bei iTunes starten möchtest, dann musst du mit einem großen „Bang“ starten.

Erstelle deshalb ca. drei Episoden im Voraus. Diese musst du dann am Anfang alle auf einmal veröffentlichen. Somit maximierst du deine Downloads und dementsprechend die Rankings.

Danach solltest du mindestens einmal die Woche eine Episode veröffentlichen. Das ist ein guter Richtwert.

Wir haben vorher vier Episoden erstellt und eingepflegt. Das war zwar ein bisschen aufwendig, aber wir haben alle an einem regnerischen Samstagsmorgen aufgenommen.

Auch sollten Podcast-Episoden nur ca. 20 Minuten lang sein. Oft hat man den Inhalt schon irgendwo und kann ihn internetfreundlich recyceln.

Generell ist das Schöne daran:

Podcasten ist authentisch, rau, real.

Podcasten ist eben keine Radio-Show. Es ist eher so, als ob du eine Wanze in unser Büro eingeschleust hast und uns heimlich bei unseren Gesprächen lauscht! 😉

Mittlerweile treffen Gordon und ich uns virtuell einmal die Woche und erstellen ganz bequem zwei neue Episoden.

Du siehst, alles machbar. Ich bin selbst erstaunt, dass Podcasten einfacher ist als Texten.

Schritt 4: Promote was das Zeug hält

Über den theoretischen Teil der Launch-Sequenz haben wir ja schon gesprochen. So sah unser kleiner Launch im Detail aus:

  1. Pre-prelaunch – Mithilfe von Social Media haben wir etwas Aufmerksamkeit erzeugt, indem wir ein verschwommenes Bild gepostet haben. Was wird da wohl kommen?
  2. Prelaunch – Danach haben wir das Geheimnis aufgedeckt und zusätzlich per E-Mail Bescheid gesagt, dass da etwas Großes kommt. Natürlich haben wir auch weitere Details zum Event genannt.
  3. Launch – Das war der große Tag. Hier haben wir die Pilot-Episode veröffentlicht und unserem Publikum via Social Media und E-Mail kontaktiert.
  4. Post-Launch – Nach dem Launch haben wir jeden Tag eine der vier Episoden veröffentlicht – das war das Besondere in dieser Woche. Am fünften Tag haben wir die Sache mit einer E-Mail abgerundet und um eine Bewertung bei iTunes gebeten.

Für nächstes Mal sollten wir unsere Influencer mehr miteinbeziehen.

Vor allem wenn du viele Interviews mit anderen Experten aus deiner Nische führst, dann kannst du diese nett bitten deine Episode zu teilen. Alleine das kann wahre Wunder für deine Bekanntheit bewirken.

Fazit

Auch wenn wir locker-flockig in die iTunes Charts eingestiegen sind, gibt es ein kleines Geheimnis:

Wir hatten ein affenstarkes Publikum im Rücken.

Nicht alle davon sind auch Podcast-Hörer. Aber es hat gereicht, um die Message weiter voranzutreiben.

Ich sage es immer wieder: Ein Publikum ist alles.

Lasse deshalb alles andere liegen und fokussiere dich darauf, dein Publikum wachsen zu lassen.

Plane dafür eine Launch-Sequenz, produziere ein paar Episoden vor, launche … und promote dann deinen Podcast was das Zeug hält.

Ein weiterer Grund für den Erfolg war, dass die deutschsprachige Blogosphäre auch im Podcast-Bereich noch ziemlich mau ist.

Das heißt, in jeder Nische ist immer noch Platz für dich. Aber nicht mehr lange.

Wann startest du deinen ersten Podcast?

Chimpify Keynote

13. Dezember 2016    10:00 Uhr
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44 Kommentare

  • Ich bin im Prinzip schon kurz vorm Veröffentlichen, mir fehlt gerade nur ein bisschen das "Wie". Also wie lade ich was wo hoch.^^ Vielleicht könnt ihr das ja nochmal für Dummies erklären?

    Aber danke für all eure tollen Podcasts, ich liebe sie und höre sie sehr regelmäßig!
  • Hallo Christine,

    zu allererst: Herzlichen Glückwunsch! ;)
    Das Hochladen kann ein wenig tricky sein. Wenn du Hilfe brauchst, dann kannst du mir gerne schreiben: kontakt@podcast-helden.de

    Grüße,
    Gordon
  • Oh man, das klingt mega spannend. An so etwas habe ich noch garnicht gedacht. Aber klar ist man einfach real-er, wenn man quatscht. :-D Podcast find ich irgendwie auch cooler als YouTube. Also behalte ich das Thema mal auf dem Schirm und brainstorme dazu ein wenig :-D Danke für den coolen Artikel.
  • Hi Cathi,

    ja, beim Podcast-Hören kann man noch nebenbei andere Dinge machen, das ist ein großer Vorteil.
  • Hallo Vladimir,

    toller Podcast - genauso toll wie der Blog, der mir im übrigen beim Artikelschreiben für meinen Blog und auch jetzt für mein Buch schon viel geholfen hat!

    Ich denke auch, dass 20 Minuten eine gute Länge ist für einen Podcast, dann schaffe ich nämlich ziemlich genau eine Folge auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle ... Da ich aber fünf Mal pro Woche hin und her fahre, brauche ich dann allerdings 10 Folgen pro Woche ,,, ;-))))

    Nein, im Ernst, ich bin begeistert und freue mich ein ums andere Mal auf die neuen Folgen, sowohl die des Blogs als auch die des Podcasts!

    Herzliche Grüße
    Christine
  • Hi Christine,

    danke dir! Freut mich zu hören!

    Ah, sehr cool! Das hatten wir natürlich bei der Wahl der Länge berücksichtigt! Aber mit 10 Folgen pro Woche können wir im Moment noch nicht dienen! ;)
  • Herzlichen Glückwunsch zu diesem fulminanten Start, Vladi & Gordon.

    Die hohe Qualität der Blogartikel setzt sich auch im Podcast fort. Ich höre gerne zu.

    Keep it up! :)
    Mark
  • Hey Mark,

    vielen Dank für die Glückwünsche! Ich denke, wir beißen uns jetzt fest und ich will ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dir! ;)
    Kleiner Spaß!
    Wir hören uns. ;)

    Grüße,

    Gordon
  • Haha Mark, besten Dank dir!

    Wir können mit deinem noch nicht mithalten, aber wir sind am Ball! ;)
  • Eine kleine Info für alle die ersten 3 Monate wird der Podcast auch von itunes noch gepushed das Ihr erscheint normalerweise unter Neue Podcasts was Euch auch ziemlich viele Hörer bescherd. Sind die 3 Monate vorbei dann ist auch gleich mal einiges an Traffic weg wenn Ihr da nicht jede Woche eine coole Episode raushaut.

    Eins noch zum Schluss egal welchen Podcast Ihr hört gebt Ihnen eine Bewertung via itunes. Jede Bewertung egal ob gut oder schlecht bringt den Leuten welchen den Podcast produzieren was.

    Arbeite weniger & Outsource mehr!
    Thomas
  • Hallo Thomas,

    richtig, bei Podcasts braucht es auch eine Strategie, damit man dort langfristig erfolgreich ist. Zwei Dinge sprichst du an: Gute Inhalte und Regelmäßigkeit. Beides wollen wir liefern. Das ist unser größtes Anliegen!

    Grüße,

    Gordon
  • Jep, danke für den Tipp! Die ersten 8 Wochen sind noch mal besonders wichtig.
  • Von einer CaseStudie hat das eher recht wenig ;)

    Super, dass ihr eine simple Anleitung dazu geschrieben habt, aber gibt es nicht ein paar mehr Zahlen? Woher sind die Hörer gekommen, wieviele waren es.....?

    Viele grüße
    Vladimir
  • das mit den Zahlen ist so eine Sache und die Meinungen gehen hier ziemlich auseinander. Ich weiß nicht wo Vladi seinen Podcast hostet aber soweit ich weiß gibt nur Libsyn hier wirklich download Zahlen für seine Kunden frei.

    Auch bei den Zahlen von Libsyn sollte man recht vorsichtig sein weil die meisten zu hoch sind laut informationen welche ich von "Nerds" auf dem Sektor bekommen habe.
  • Hallo Vladimir,

    das mit den Zahlen und Statistiken ist beim Podcasten nicht so einfach zu ermitteln. Woran das liegt, kann ich nicht im Detail sagen. Man kann nur die einzelnen Downloads sehen. Auch der Download bei iTunes ist nicht so aussagekräftig, weil auch Android-User ein iPod haben können oder Podcasts am Rechner hören.

    Tja, und die Anzahl der gehörten Episoden liegt mittlerweile bei über 4.000. Und da nur die wenigsten eine Episode mehrmals hören...

    Beste Grüße,

    Gordon
  • ...um auf Eure Frage zu antworten:

    so bald wie möglich. Erst kommt die Strategie, dann das Vergnügen.
    Ihr habt mich echt angetickert :-)

    Gordon hat Recht, wenn er sagt: wenn nichts vor der Kamera passiert, dann sind Videos nicht das richtige Medium.

    Wünsche Euch einen rundum sonnigen Tag!
    Herzlich,

    Friederike
  • Hallo Friederike,

    wir langweilig ist ein Video, wo du einem Typen 20 Minuten beim Monologisieren zuschauen musst! :D
    Ich halte sowas nicht lange durch.
    Wie haben wir dich denn angetickert? Was kommt als nächstes?

    Grüße,

    Gordon
  • Antickern ist gut, das ist unser Job! :)
  • Bei Podcasts und Webinaren hilft es, wenn sie kurz sind. Vor allem in der Startphase. Wie Vadi schon sagte: Die Aufmerksamkeitsspanne nimmt ab.

    Noch schlimmer: Wenn ich in iTunes sehe, dass ein Podcast 90 Minuten geht, dann klicke ich diesen nicht mal an.

    Ist ja leider nicht so wie bei einem 2.000 Wörter Text, bei dem ich scannen und überspringen kann.

    Tim Ferriss mag da die Ausnahme sein. Vielleicht haben seine Zuhörer einfach so viel Zeit. Bei einer 4-Stunden-Woche ist das wohl drinnen. :)
  • Hey Benjamin,

    ich stimme dir zu - für dich ist ein 90-Minuten Podcast wohl der falsche, wenn du darauf keine Lust hast.

    Aber mit deinem Kommentar zu den 4 Stunden wolltest du es dir entweder einfach machen, oder du hast das Buch nicht gelesen oder verstanden.

    Es geht um Effizienz und Effektivität und weitere Themen. Der Titel erfüllt seinen Zweck - er ist kontrovers und sorgt für Leser.

    Wie Vladi auch auf seinem Blog richtig sagt: Die Headline hat nur den Zweck, den Leser zum lesen zu bringen.

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Hi Benjamin,

    wenn ich mir die bisherigen Kommentare anschaue, wird mir eine Sache bewusst: Jeder Jeck ist anders! :D
    Mich schrecken diese Marathon-Episoden auch ab. Auch wenn ich Tim Ferriss schätze, hätte er mich mit einer 2:45 STunden-Episode auch nicht erwischt.
    Ich liebe Episoden, die ich an einem Tag auch durch habe. Am liebsten irgendwo zwischen 30-60 Minuten.

    Beste Grüße,

    Gordon
  • Hey Ben,

    das kommt auch immer auf den Hörer bzw. Leser an. Ich mag auch keine langen Podcast. Eine Stunde dafür zu "opfern" ist oft nicht so verlockend. Kurze, knackige 20-Minuten-Dinger sind da schon viel passender für mich.

    Haha, die Tim-Ferriss-Referenz, danke dafür! :D
  • Hi Vladi, Hi Gordin,

    ihr wisst, dass ich ein Fan bin.

    Aber wie kommt ihr darauf, dass ein Podcast nur 20 Minuten lang sein soll?

    Einer der besten (und auch bestgerankten) Podcasts ist die Tim Ferriss Show. Kennt ihr beide sicherlich.

    Die letzte Episode ging irgendwo bei 2:45h zuende.

    Wie erklärt ihr das?

    Pauschalisieren finde ich immer schwierig. Ist nicht wieder einzig und allein der Mehrwert die Frage?

    Ich höre ja nicht nach 20 Minuten auf zu hören, wenn der Podcast gut ist.

    Dennoch ist sicher klar, dass einige kurze Episoden lieber mögen. Weil es besser in den Arbeitsweg passt etc.

    Bin gespannt auf eure Gedanken dazu.

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Hi Dennis,

    yeah!

    Dazu ist eine Infografik verlinkt. Im Durchschnitt sind gute Podcasts 20 Minuten lang und nach 15-20 Minuten sinkt die Aufmerksamkeitsspanne stark. Ist einfach ein guter Richtwert, um damit anzufangen.

    Gibt natürlich, wie immer, Ausnahmen.
  • Hallo Dennis,

    es gibt immer mal wieder so "Ausreißer"! ;)
    Nein, Spaß bei Seite. Es gibt ein paar Richtwerte, bei denen man einfach auf Nummer sicher geht. Ich hab in meinem Podcast selten ein Interview, dass unter 45 Minuten liegt. Ich würde mich da selber auch nicht limitieren wollen.
    Wenn man anfängt zu podcasten, dann kann man sich an ein paar "Einsteigerregeln" halten.
    Und ich gebe dir recht: Pauschalisieren ist schwierig. Seth Godin hält sich ja auch nicht an 1000 Wörter, gell Vladi! ;)

    Beste Grüße,

    Gordon

Was denkst du?