Warum eine Schreibstimme so wichtig ist und wie du sie findest

Von Walter Epp 32

Du kennst bestimmt den Nachrichtensprecher Ulrich Wickert.

Er war jahrelang Moderater der Tagesthemen und ich persönlich war ein großer Fan seiner Nachrichten – sie waren immer höflich, seriös und abgeklärt.

Er hatte etwas eines lieben, aber seriösen Geschichtenerzählers. Er erinnerte mich an meinen Opa, der uns Märchen vorlas, während ich mit meinen Brüdern im Bett lag.

Wickert hat 14 Auszeichnungen für seine Arbeit bekommen und wurde mit seiner „geruhsamen Nacht“ unvergesslich.

Was hat ihn so erfolgreich, beliebt und bekannt gemacht?

Seine Stimme.

Es war seine Art, zu reden, zu moderieren und der Klang seiner Stimme war einfach unverwechselbar.

Hier ging es nicht nur um die Tonlage (etwas, das man kaum beeinflussen kann), sondern eher um die Art (etwas, das man sehr wohl beeinflussen kann).

Seine Stimme machte ihn legendär.

Das gleiche gilt auch für Autoren, Blogger und Content Marketer. Wenn du unvergesslich sein willst, dann brauchst du eine Stimme.

Was ist eine Schreibstimme?

Da dich niemand hört, geht es bei dir um die „Schreibstimme“.

Deine Schreibstimme spiegelt dein Wesen, deine Art zu denken und deine Sicht auf die Welt wider.

Deine Schreibstimme ist nicht dein Schreibstil. Dein Schreibstil setzt sich aus stilistischen Elementen, Satzbau und Struktur zusammen.

Deine Stimme kommt mehr vom Herzen. Deine Stimme entsteht durch das, woran du glaubst.

Um zu verdeutlichen, was ich meine, hier ein paar Beispiele:

Tim Ferriss

Tims Buch „Die 4-Stunden-Woche*“ hat eingeschlagen wie eine Bombe.

Mir hat sein Buch vor allem, wegen seines Humors gefallen. Tim schreibt (und lebt) wie ein Draufgänger. Er riskiert im Alltag und auch in seinem Buch ständig eine dicke Lippe. Er legt es drauf an und dürfte von vielen Menschen als „dreist“ angesehen werden – er hat auch nicht gerade wenig Hater.

Aber es ist seine Art zu leben und auch zu schreiben. Ich habe bei seinem Buch mehrmals laut gelacht und habe seine Draufgängergeschichten immer noch im Kopf.

Seine Stimme: dreist, humorvoll und mutig.

Jim Collins

Jims Buch „Good to Great*“ hat mein Denken über Unternehmen und „Erfolg“ grundlegend verändert.

Er schreibt sehr sachlich, nüchtern und hat Zahlen und Fakten gesammelt wie niemand anderes in seiner Branche. Seine Studie hat mich vom Hocker gehauen – nicht weil sie großartig geschrieben war, sondern wegen der Fakten die Jim recherchiert hatte.

Ich bekam im Buch einen „Wow-Effekt“ nach dem anderen.

Jim ist der tiefen Überzeugung, dass wir von Daten lernen und kluge Entscheidungen treffen können. Und das sieht man in seinem Buch.

Seine Stimme: sachlich, fundiert und erkenntnisreich.

Johann Wolfgang von Goethe

Der gute alte Johann liebte die Dramatik. Er trug absichtlich dick auf und prägte die Epoche von Sturm und Drang entscheidend.

Was tat er? Er rückte die Emotionen und Gefühle in den Vordergrund. Die „emotio“ wurde wichtiger als die „ratio“.

Wenn du „Die Leiden des jungen Werthers*“ liest, dann erdrücken dich die Emotionen des Protagonisten förmlich.

Es war nicht nur Goethes Schreibstil – es war sein tiefer Glaube an Emotionen, seine Naturverbundenheit und „die Stimme des Herzens“, die seine Werke prägten.

Seine Stimme: emotional, gefühlsbetont und dramatisch.

Eine Schreibstimme kommt von innen. Der Schreibstil kommt von außen.

Die Vorteile einer Schreibstimme

Sobald du deine Schreibstimme entwickelt hast, hast du einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Autoren, Bloggern und Content Marketern:

Deine Leser erkennen dich wieder.

So wie Kinder ihre Eltern an der Stimme erkennen, werden Menschen deine Texte erkennen, ohne dass sie deinen Namen darunter gesehen haben.

Eine Schreibstimme macht dich unverwechselbar und einzigartig – deshalb ist es auch so wichtig, eine zu entwickeln.

Wie?

Hier sind drei Möglichkeiten, um deine Schreibstimme zu entwickeln:

1. Empöre dich!

Was regt dich so richtig auf? Was stört im Alltag? Jeder von uns hat einen „pain in the ass“.

Schreibe darüber. Rege dich bewusst auf. Empöre dich und lass die Sau raus.

In diesem Moment, bist du du. Wenn Menschen sich aufregen, können sie sich nicht verstellen. Sie benutzen Worte, die aus ihrem Herzen kommen.

So lernst du, dein Inneres mal rauszulassen.

In der Schule wurde uns gesagt, dass wir sachlich, nüchtern und argumentativ schreiben sollen. Das macht Sinn, wenn du Politiker werden willst, aber es tötet deine Schreibstimme.

Am Ende klingen alle Aufsätze gleich.

Vergiss die Argumente, vergiss die Sachlichkeit: Lass deine Wut mal raus. Und wenn Beleidigungen rausrutschen, dann behalte den Beitrag lieber für dich. Aber übe dich im empören.

2. Schreibe ein Manifest

Schreibe auf, woran du glaubst. Schreibe deine Weltsicht auf. So etwas nennt man dann Manifest.

Martin Luther hämmerte seine 95 Thesen in Wittenberg an das Kirchentor.

Diese Thesen waren sein Manifest. Er schrieb, woran er glaubte. Wie er die Welt sah. Was er vom Ablasshandel hielt.

Schreib dein Manifest und zeige der Welt, woran du glaubst.

Hier ist mein Manifest: Der Grund, warum ich schreibe. Und hier sind weitere großartige Beispiele moderner Manifeste:

3. Habe Spaß

Ich schreibe hier und da für Kunden, aber es macht nicht so viel Spaß.

Warum? Weil ich mich an die Stimme der Kunden anpassen muss und nicht mit meiner Stimme schreiben darf.

Deine Schreibstimme erkennst du daran, dass du Spaß am schreiben hast. Wenn du ein Wort nach dem anderen raushaust und es sich anfühlt wie Weihnachten als 6-Jähriger, dann bist du in deinem Element – dann bist du in deiner Stimme.

Das Schreiben für Kunden, das Schreiben für andere, das Schreiben, um anderen zu gefallen, tötet deine Schreibstimme.

Wenn du für andere schreibst, dann sorge dafür, dass du regelmäßig auch deine eigenen Texte schreibst.

Schreibe aus Spaß. Genieße den Prozess, dann kommt deine Stimme zum Vorschein.

Warum viele Blogger keine Schreibstimme haben

Du siehst schon: Es ist nicht so schwer, eine eigene Schreibstimme zu entwickeln.

Und trotzdem haben die meisten Blogger keine.

Warum?

Weil sie keine Eier haben.

Es braucht Mut, eine eigene Schreibstimme zu entwickeln. Man muss mutig sein, um sich zu empören, um ein Manifest zu schreiben und das zu schreiben, was man schreiben will und nicht das, was man schreiben muss.

Es braucht Mut, neue Wege zu gehen. Und diesen haben (leider) viele Autoren nicht.

Der sicherste Weg zum Misserfolg ist dieser: Zu versuchen es allen recht zu machen.

Mache dir klar, dass es Hater geben wird, dass es Menschen geben wird, denen deine Stimme nicht gefällt. Das gehört dazu.

Dafür wirst du aber auch Menschen gewinnen, die sich für dich interessieren, die dir folgen und wirklich deine Fans werden.

Mit der Zeit werden du und deine Texte dann unverwechselbar und einzigartig.

Du wirst unvergesslich.

Chimpify Keynote

13. Dezember 2016    10:00 Uhr
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32 Kommentare

  • Hallo Walter,

    ich ertappe mich bei euch dabei, dass ich so gerne gucken möchte, wer den Text geschrieben hat. Dann bin ich so im Lesefluss, dass ich nicht einmal die Ablenkung zulasse, um nach unten zu scrollen.

    Das ist dann wie ein Rätsel, das erst ganz zum Schluss aufgeht. Und eine Selbstkontrolle, ob man die Lesestimme richtig zugeordnet hat ;-).

    Diesen Artikel habe ich richtig eingeschätzt.

    Das mit der Entscheidung, ob man so schreibt, wie man will oder sich zu stark von anderen Faktoren beeinflussen lässt, habe ich erst die Tage durchgemacht. Bei der Wahl des Sie oder des Du für meinen Blog und einer Umfrage im KMU Sektor.

    In diesem Prozess habe ich Folgendes festgestellt.

    Man kann erst wieder richtig frei denken und entscheiden, wenn man sich finanziell unabhängig macht. Bin ich zu stark und kurzfristig auf die Kaufkraft einer Zielgruppe angewiesen (jeder hat Verpflichtungen und Familie) so entscheide ich mich womöglich für die Stimme, die sich der Kunde wünscht.

    VG

    Olga
  • Hallo Walter,

    ich muss sagen, ich habe mich recht oft in dem Beitrag wieder gefunden. Bei meinen Texten überlege ich dauernd, wie ich was wohl schreibe, weil ich mich zu sehr davon beeinflussen lasse, dass ich auch nichts vergesse. Es muss ja alles drin sein, jedes Keyword muss abgehandelt werden, damit ich auch gut gefunden werde bei Google. So zu schreibenn ist sehr anstrengend.

    Würde ich schreiben, wie ich normalerweise schreiben würde, würden die Texte ganz anders klingen. Dann muss ich auch nicht über jedes Wort nachdenken, denn die Worte kommen von ganz allein.

    Ich denke dauernd darüber nach, wie andere meine Texte wohl finden werden und das macht absolut keinen Spaß.

    Ich werde mich in Zukunft an deine Tipps und deinen Rat halten, dann komme ich sicher schneller vorwärts, weil es mir einfach wieder Spaß macht. Auch ich zähle eher zu den Leuten, die recht provokativ schreiben, ich rüttel die Menschen auf und bringe sie zum Nachdenken. Und Du hast recht, ich trete damit vielen auf den Schlips, aber vielleicht erreiche ich damit wirklich schneller mein Ziel.

    Besten Dank Walter für diesen tollen, zum einen lustigen und zum anderen zum Nachdenken anregenden Beitrag. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Beste Grüße
    Claudia Kessler
  • Hallo Claudia,

    mir geht es wie dir. Ich habe angefangen zu bloggen, um zu schauen, ob ich das kann. Damals fiel es mir leicht und ich hatte Spaß beim Schreiben.

    Seit ich den Blog brauche, um Kunden zu finden und von mir zu überzeugen, fällt es mir schwer - sehr schwer. Jeder Gedanke und jedes Wort will wohl gesetzt sein, denn ich will ja einen Nutzen bieten. Nicht so wie viele Unternehmens-Blogs, die an der Oberfläche kratzen und oft genug voneinander abschreiben.

    Die Keywords müssen am Ende auch noch rein – das mache ich meist erst am Ende. Mein Google-Rank ist viel besser geworden, seit ich so schreibe. Aber der Spaß ist weg.

    Mein guter Vorsatz: wieder ein paar Artikel einfach schreiben, ohne den Gedanken an Kunden, Nutzen und Google. Vielleicht kommt der Spaß zurück.

    Liebe Grüße, Wiebke
  • Das ist wie beim telefonieren....wenn männer mit einer frau sprechen :)
  • Verstehe ich nicht ... O_O
  • Hallo Walter,

    danke für den neuen Artikel. Er ist wieder sehr inspirierend!

    Ich glaube allerdings, dass du etwas Wichtiges unterschlagen hast. Es kommt bei der Schreibstimme nicht nur auf die Art an. Sondern auch, WOFÜR die Stimme steht.

    Ulrich Wickert war und ist auch deshalb so beliebt, weil er eine moralische Instanz ist. Er kommentiert klug und weise. Würde er nur Blödsinn faseln, klänge seine Stimme immer noch richtig gut. Doch erst Inhalt und Art machen ihn unverwechselbar.

    In dem Sinne möchte ich deine Anregungen erweitern: Jeder Blogger und jeder Schreiber möge überlegen, WOFÜR er schreibt, wofür er steht, wofür er brennt. Und dann möge er authentisch - mit der eigenen Stimme und viel Mut - darüber schreiben.

    Viele Grüße

    Axel
  • Hi Axel,

    Ich habe es nicht unterschlagen, nur vielleicht schlecht rübergebracht. Sorry, wenn das nicht angekommen ist. Natürlich ist auch das Wofür entscheidend. Das meinte ich mit "Weltsicht" und "Glaubenssätze".
    Danke, dass du das klargestellt hast.

    LG, Walter
  • Ich sehe das ähnlich, wenn man provokativ ist und für Aufsehen sorgt, dann kann das helfen, vor allem wenn man Menschen findet die das gut finden das mal jemand seine Meinung sagt. Jeder sollte natürlich bei sich bleiben, gerade bei uns in Deutschland ist das beliebter.
  • Hi Johannes,
    Ja provokativ sein ist wichtig. Aber man muss aufpassen, dass man nicht frech und dreist wird. Das ist ein schmaler Grad und leider übertreiben es einige Blogger und beleidigen ihre Leser förmlich...
    LG, Walter
  • Ich habe früher viel rum probiert.
    Webseiten, Themen und Texte für Jedermann. Breit aufgestellt und versucht es jeden Recht zu machen. Schön war das nicht.
    Als ich bumblebee.one ins Leben rief, habe ich alles über Bord geworfen. Kein SEO, keine Keyword- Recherche, kein Geschwafel.
    Und siehe da, es wird authentisch.
    Meine Texte werden gelesen, Besucher kommen wieder, und ich habe Spaß. (Meine Besucher glaube auch)
    Trotzdem schleichen sich immer wieder alte Gewohnheit ein die sich "festgebrannt" haben. Die muss ich immer wieder abschüttel.
    Vielen Dank für den Artikel. Er hat mich mal wieder beeindruckt.

    Gruß Dirk
  • Hallo Dirk,
    Danke für dein Kompliment.
    Und ja, gerade am Anfang sollte man sich keinen Kopf über SEO machen, sondern an seiner Schreibstimme arbeiten. Die Leser werden es in der Tat danken ;)
    LG, Walter
  • Hi Walter,

    da bin ich ganz bei dir, die eigene Stimme 'verlauten' zu lassen braucht Mut. Denn sie ist ein Teil unserer Persönlichkeit und unserer Art...
    Und irgendwie empfand ich den Weg zu meiner Stimme, nicht besonders 'einfach' ;)
  • Hi Marina,
    Ja, der Weg zu eigenen Schreibstimme ist etwas steinig und schmerzhaft.
    Man macht sich verwundbar!
    Gerade deshalb meiden viele diesen Weg. Wer diesen Weg trotzdem geht, der ist auf dem Weg des Erfolgs.
    LG, Walter
  • Hi Walter,

    vor allem sollten viel mehr Bloggerinnen Eier in der Hose haben ... nur schreibtechnisch gesehen. :)

    Liebe Grüße und danke, dass du den kreativen Wolfgang mal wieder ins Spiel gebracht hast.
  • Hehehe,

    Da Stimme ich dir zu ;) Aber auch Männer sind beim Schreiben plötzlich sehr "nicht sie selbst".

    LG, Walter
  • Aaah, das ist ganz nach meinem Geschmack. In dieser Hinsicht bin ich froh, dass ich "nur" Blogger bin und schreiben kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist :)

    LG Sabine
  • Das ist ja der große Vorteil beim Bloggen. Niemand schreibt dir vor, was und wie du schreiben musst ;)
    LG, Walter
  • Hallo Walter,
    danke für den sehr motivierenden Artikel! Ich blogge seit September und habe meine Schreibstimme bisher leicht unterdrückt spürbar werden lassen und dafür auch schon viele Likes und Kommentare erhalten - viele positive, aber auch Hater haben sich schon gemeldet.

    Nun gehe ich in die Vollen :-)
    Danke.

    Hypnotische Grüße aus der Schweiz,
    Sandra
  • Wenn sich Hater melden, dann ist das schon ein gutes Zeichen, denn wer den Ball hat, der wird auch angegriffen ;)
    Lass dich nicht einschüchtern und viel Spaß beim Schreiben.
    LG, Walter
  • Hallo Walter,
    du schreibst aus meiner Sicht über einen sehr treffenden Zustand der Unsicherheit, der bestimmt sehr viele Neu-Bloggern nicht unbekannt ist.
    "Schreibstimme" ist genau der Begriff, den ich bisher gesucht habe, ohne zu wissen wie ich beschreiben soll wonach ich suche. Stil? Form? Nein! Schreibstimme passt wie der Deckel auf den Topf. Danke für den "Anschubser" zum bloggen.
    Beste Grüße
    Peter
  • Hi Peter,
    Freue mich, dass ich dich anschubsen konnte – das mache ich am liebsten ;)

    Und ja, der Begriff der Schreibstimme ist vielen nicht bekannt, deshalb "entwickeln" sie sie auch nicht.
    LG, Walter
  • Ich schreibe seit vielen Jahren, seit etwas zwei professionell. Dabei habe ich festgestellt, dass es so etwas wie ein Schreibblockade gar nicht gibt – das ist ein Mythos. Es fehlt uns immer nur am Willen zu schreiben – wenn wir angeblich blockiert sind, dann wollen wir uns lediglich die Wahrheit nicht eingestehen, dass wir gar nicht schreiben wollen. Im Grunde ist es im Leben immer so: So etwas wie ein Wollen aber nicht Können gibt es nicht (außer irgendwelche äußeren Umstände stehen uns entgegen). Wir tun immer das, was wir wollen und and unserem Tun können wir auf unseren wahren Willen schließen. Dass uns dabei oft nicht gefällt, was wir sehen, ist kein Wunder. Es kann uns aber dabei helfen herauszufinden, was wir wirklich wollen und was wir daran ändern müssen. Im Grunde ist die entscheidende Frage stets: Wie bringe ich es fertig, dass ich das will, was ich tun muss, um meine Ziele zu erreichen? Mit der Stimmung für das Schreiben verhält es sich nicht anders.
  • Hmmm... ich musste deinen Kommentar mehrmals lesen, um zu verstehen, was du meinst...

    Ich glaube ich checke jetzt, was du sagen willst: Wenn wir Angst vor unserer Schreibstimme haben, dann wollen wir es nicht wirklich. Alles was wir wirklich wollen, das tun wir auch ;)

    LG, Walter
  • Wow, das ermutigt, mich wirklich so emotional zu zeigen, wie ich bin und damit genau die richtigen Kunden anzusprechen, die den gleichen Schmerz haben.

    Ich schreibe gerade an meinem ersten Blog-Artikel.
    Danke für diesen Artikel!

    Andrea
  • Hi Andrea,
    Genau das war mein Ziel. Ich möchte, dass Blogger da draußen mehr Persönlichkeit, Mut und Stimme an den Tag legen.
    Und ich gratuliere dir zu deinem ersten Blogartikel. Ich glaube, dass es nicht der letzte sein wird. Bloggen macht süchtig ;)
    LG, Walter
  • Lieber Walter,

    Also über Goethes Liebe zur Dramatik kann man durchaus diskutieren (lies mal Schiller, dann weißt du, was ich meine!), aber ansonsten rennst du bei mir offene Türen ein. Ich nenne das immer Personal Branding durch Sprache, aber innere Stimme gefällt mir noch besser! Danke für die Wortprägung :-)

    Im Sachtextbereich, worunter ja auch Blogs fallen, schätze ich vor allem Texte mit feinem Humor, einem Schuss Sarkasmus und Ironie. Und wenn dann noch das Tempo flott ist und das inhaltliche Niveau passt, hat man mich als treuen Leser gewonnen :-)

    Im fiktionalen Bereich (ich untersütze Romanautoren darin, Pageturner zu schreiben) kommt dazu, dass ich in den Text hineingezogen werden will, mit seiner eigenen Stimme soll - und kann! - der Autor die perfekte Illusion schaffen.

    Danke für diesen tollen Artikel und für dieses Plädoyer für die eigene Stimme. Und auch, dass du das Wichtigste beim Namen nennst: Den Mutigen gehört die Welt, äh, das Publikum :-)

    Liebe Grüße
    Barbara
  • Hi Barbara,
    Danke für deinen Kommentar. Über Goethe möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, ich bin da kein Experte. Ich kann schreiben, aber nicht lesen :D

    Und ich liebe auch Texte mit einer Stimme: Egal ob Roman oder Sachbuch.

    Ein Hoch auf die Mutigen.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,
    ja, kontroverse und polarisierende Texte sind wichtig. Jeder einzelne sollte zu seiner derzeitigen Meinung Stellung nehmen können und vor allem authentisch.
    Wie heißt so schön "Everybody's darling is everybody's Depp."

    Eine eigene Schreibstimme, die Menschlichkeit und deinen Typ vermittelt ist gerade bei Texten wichtig.

    Allen kann man es eh nicht recht machen. Ich sag immer "1/3 hasst Dich, 1/3 liebt Dich und 1/3 bist Du egal".

    Viele Grüße und eine tolle Woche
    Andreas
  • Hi Andreas,
    Jep, ich bin voll bei dir.
    Wie die Amis sagen: "You can not do it right without pissing someone off." Irgendjemand ist immer dagegen. Also: Who cares? Einfach weitermachen und die richtigen Fans werden sich dann anschließen.

    Danke dir für die tolle 1/3-Regelung. Muss ich mal bei mir checken ;)
    LG, Walter
  • Bisher hatte ich befürchtet, dass es so richtig brilliante Marketer und Autoren nur im englischen Sprachraum gibt. Danke, dass Ihr mich eines Besseren belehrt!
    Patrick
  • Danke Patrick für dieses tolle Kompliment. Wir geben uns Mühe :)
    LG, Walter

Was denkst du?