17 zeitlose Lektionen vom Großvater der Werbung

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Claude C. Hopkins ist der Vater der modernen Werbung… zumindest wird er meistens so bezeichnet.

Aber eigentlich hat sich David Ogilvy diesen Titel schon unter den Nagel gerissen.

Und da Ogilvy selber ein großer Fan von Hopkins war, sollte Hopkins nicht als Vater, sondern als Großvater der modernen Werbung angesehen werden.

Aber wer sind diese 2 Banausen überhaupt (und was kannst du von dem einen über Internet Marketing lernen)?

Da David Ogilvy ein bisschen bekannter ist, starten wir mal mit ihm…

Wer ist dieser David Ogilvy?

Wie bereits gesagt, wird David Ogilvy als Vater der modernen Werbung bezeichnet.

Im Jahre 1962 nannte ihn das TIME Magazine sogar: “Den am meisten gesuchten Zauberer der heutigen Werbeindustrie.”

Er war ähnlich wie Hopkins ein Vorreiter der Werbung, die FUNKTIONIERT.

Und vielleicht kennst du auch die amerikanische Fernsehsendung namens Mad Men (läuft glaub ich hier zu Lande auf VOX). Und der wahre Mad Men… im echten Leben… ist eben David Ogilvy.

Aber Schluss mit Ogilvy, hier geht’s nicht um ihn. Hier geht’s um “seinen altern Herren”, Claude C. Hopkins.

Und wer ist dieser Claude C. Hopkins?

Hopkins war ein US-amerikanischer Werbetexter (Copywriter) und Werbeunternehmer.

Er glaubte daran, dass Werbung nicht prestigeträchtig sein sollte, sondern nur existiere, um etwas zu verkaufen.

Er glaubte daran, dass Werbung gemessen und erst danach geurteilt werden sollte.

Er glaubte daran, dass ein gutes Produkt sein eigener bester Verkäufer ist.

Was hast du ihm zu verdanken, fragst du dich?

Nun, du hast ihm…

  • Proben
  • Risikolose Testversuche (Trials)
  • Geld-zurück-Garantie
  • Testmärkte
  • Testen von Überschriften und Texten

…und andere bahnbrechende Dinge zu verdanken.

Seine Untersuchungserbnisse haben für die Direktmarketer (die ihre Verkaufstexte noch per Post verschickt haben) und dementsprechend auch für die heutigen Internet Marketer mehr gebracht, als jeder andere in der Geschichte der Werbung.

Deshalb wurde er auch im Alter von 41 von Albert Lasker, Besitzer der Werbeagentur Lord & Thomas, im Jahre 1907 für ein Gehalt von $185,000 im Jahr (das müssten heute ca. $2.000.000 sein – das ist mal ein Gehalt für einen Angestellten, oder?) angeheuert.

Als er sich später zur Ruhe gesetzt hat, war er Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Hopkins konzipierte die ersten Kampagnen für Autos, Autoreifen, Spülmittel und Zahnpasta. Besonders betonen sollte man die gute alte Zahnpasta.

Die amerikanische Bevölkerung, die sich vorher nicht regelmäßig die Zähne geputzt hat, hat sich nach seinen Kampagnen… nun, regelmäßig die Zähne geputzt.

(Er war auch eben an diesem Zahnpasta-Unternehmen beteiligt und machte damit ein weiteres Vermögen, aber das nur am Rande).

Also ein wirklich schlauer Mann, dieser Claude C. Hopkins.

Seine wichtigsten Erkenntnisse trug er in seinem Buch “Scientific Advertising” zusammen (das ihn auch berühmt machte).

Wissenschaft in der Werbung?

scientific-advertising Bevor Hopkins also das Spielfeld betreten hat (und sicherlich auch noch währenddessen) war Werbung reine Spekulation und Bauchgefühl.

Niemand wusste was ankommt, einige wenige hatten Glück mit ihren Entscheidungen, viele aber, hatten Pech mit ihren Entscheidungen.

Deshalb trug Hopkins die wichtigsten Untersuchungserbnisse (wie gerade gesagt) in Scientific Advertising zusammen, das im Jahre 1923 veröffentlicht wurde.

Heute haben die meisten der Prinzipien immer noch die gleiche Bedeutung und Wichtigkeit wie vor fast 90 Jahren.

Selbst der berühmte Vater der Werbung, David Ogilvy, sagte einmal:

Niemanden sollte es erlaubt sein, irgendetwas mit Werbung zu tun zu haben, solange er das Buch nicht 7 mal gelesen hat. Es veränderte die Richtung meines Lebens.

Ich bin zwar erst beim ersten mal, aber seinen Leitspruch werde ich einhalten, versprochen.

Aber du hast Glück.

Da das Buch schon Steinalt ist und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde, findest du es…

Aber ich rate dir, das Buch im Buchformat zu bestellen. So ein handfestes Buch habe ich persönlich viel lieber.

Es ist also eine Pflichtlektüre für jeden in der Werbung. Also auch für dich als Internet Marketer! ;)

Aber reden wir nicht länger um den heißen Brei und schauen uns die 17 Lektionen an, die heute noch den gleichen Bestand wie vor 90 Jahren haben…

1. Gesetze der Werbung

Damals gab es in der Werbung kein Platz für Wissenschaft.

Es wurde viel am Tisch gesessen, geredet und spekuliert. Aber in Wirklichkeit wusste niemand, ob die Werbung nun wirklich was bringt, oder eben nicht.

Hopkins räumte damit auf.

Er brachte einen klassischen Wissenschaftlichen Ansatz mit – stelle Behauptungen auf und teste diese.

Durch jahrelanges (wissenschaftliches) Arbeiten hat er feste Prinzipien herausgefunden. Er wusste was effektiv ist und arbeitete auf Grundlage dieser Gesetze.

Er konnte zwar nicht sagen, dass ein Produkt beliebt wird, aber er wusste, wie man es am effektivsten verkauft.

Und ich habe auch das Gefühl, das hier in Deutschland viel zu wenig getestet wird.

Sei also deiner Konkurrenz eine Nase weit voraus, akzeptiere die Prinzipien und fang an wissenschaftlicher zu arbeiten.

2. Nur Verkaufskunst

Neben dem wissenschaftlichen Ansatz, war Hopkins 2. Grundprinzip für seine Werbung…

Werbung ist Verkaufskunst.

Die Prinzipien des Verkaufens, sind also die gleichen wie für Werbung. Der einzige Sinn von Werbung ist also, etwas zu verkaufen.

Ich weiß nicht ob du das weißt, aber damals und auch noch heute ist Werbung prestigeträchtig, es werden z.B. super tolle Preise verliehen. Und da die Werbeagenturen scharf auf diese Preise sind, konzentrieren sie sich darauf, anstatt für den Kunden zu verkaufen.

Ich sag es noch einmal, Werbung ist Verkaufen, bloß multipliziert.

Hopkins geht auch auf einen springenden Punkt ein, den ich immer predige:

Ein guter Redner, ist selten ein guter Verkäufer. Ein guter Verkäufer, ist selten ein guter Redner.

Gute Verkäufer sind vielleicht nicht gut in Grammatik oder Rhetorik. Aber sie wissen, wie man Wörter benutzt die überzeugen. Und um nun im Internet zu verkaufen, musst du nicht gut mit Wörtern umgehen, du musst nur wissen, wie du Wörter benutzt, die verkaufen.

Immer wenn du Texte schreibst, denk’ immer daran: “Würde ich das in einem persönlichen Verkaufsgespräch sagen? Ja oder nein?”

Vergiss’ also niemals. Dein Internet Marketing hat nur einen Sinn – Verkaufen.

3. Biete Service

Menschen sind egoistisch. Es geht immer nur um mich, mich, mich. Das ist einfach so. So sind wir gestrickt.

Menschen interessieren sich nicht für deine Interessen oder deinen Gewinn. Sie interessieren sich nur für sich selbst. Sie suchen immer etwas (einen Service), für sich selbst.

Es geht also immer um die, nicht um dich.

Ein guter Verkäufer sagt nicht: “Kauf mein Produkt! Kauf mein Produkt!”. Ein guter Verkäufer beschreibt die Kundensicht seines Services und malt ein Bild… bis das natürliche Ergebnis einfach das Kaufen ist.

Biete auch kostenlose Informationen und Proben an. Als Internet Marketer sind z.B. Ebooks, Reports oder E-Mail-Kurse sehr beliebt.

Versuch so viel wie möglich an Service anzubieten und denk daran, es geht immer um die, nicht um dich.

4. Postwurfsendungen – was sie lehren

Die Internet Marketer der alten Schule waren ja die Direktmarketer, die ihre Verkaufstexte noch per Post verschickt haben.

Hopkins war ein großer Fan, weil man (wie im Internet auch) sofort Ergebnisse sehen konnte. Es war messbar.

Wenn du also einen Brief an 1.000 Personen rausgeschickt hast und 100 davon kaufen, dann hast du echte Zahlen, du kennst deine Kosten, die Conversion-Rate (wie viel Prozent zu Kunden wurden) und deinen Gewinn.

Zu aller erst ist anzumerken, dass dort keine Fachsprache und keine Fremdwörter verwendet wurden. Der Fokus lag auch nicht auf Amüsieren oder Entertainment. Der Fokus lag (wie der heilige Punkt 2) beim Verkaufen.

Außerdem testeten die alten Hasen zu aller erst in kleinen Schritten (z.B. wurden erstmal nur ein paar repräsentative Städte angeschrieben).

Am Ende des Briefs war eine Handlungsaufforderung und ein Coupon, das den potentiellen Kunden zum Kaufen animieren sollte. Heute nennen wir das Call-to-Action (Handlungsaufforderung) und als Coupon benutzen wir lieber ein Button – oder? :)

Du musst auch herausfinden, wer deine Kunden eigentlich sind bzw. was für Ansprüche diese haben. Vielleicht brauchen sie z.B. kein gutes Design, sondern sind praktische Käufer die nur ein gutes Angebot suchen. Denn auf den Inhalt kommt es an.

(Als wunderbares Beispiel in der heutigen Zeit sind hier wohl die klassischen Verkaufsseiten mit roten Überschriften und gelben Unterstreichungen zu nennen. Sie funktionieren einfach.)

Diese Briefe sind ein wirklich gutes Beispiel für gute Werbung, denn sie verkaufen in einem echt schwierigem Umfeld.

Und genau das ist heute mit dem modernen Internet Marketing so (bloß das die Texte nicht per Post, sondern per E-Mail verschickt werden).

Und genau deshalb ist Internet Marketing (vor allem im Affenstil! ;)) so eine starke Verkaufsform.

5. Überschriften

Die Überschrift ist eines der wichtigsten Elemente.

Egal ob in der Zeitung, bei einem Blogartikel, bei einem Verkaufstext oder bei einer Twitter-Nachricht, überall picken wir anhand der Überschrift das raus, was wir lesen wollen.

Aber springen wir mal zu den Verkäufern zurück und vergleichen diese mit der Werbung.

Verkäufer sind immer da und können nicht ignoriert werden. Die Werbung dagegen, kann aber sehr wohl ignoriert werden.

Der Verkäufer muss wiederrum mit vielen Leuten sprechen, mit der Hoffnung auf Interesse. In der Werbung (und damit auch im Internet Marketing) dagegen kannst du davon ausgehen, dass die Person die gerade liest auch ernsthaftes Interesse daran hat.

Deshalb ist laut Hopkins der Zweck deiner Überschrift die Interessierten von den Nicht-Interessieren auszusortieren.

Schreibe also nur für genau diese Leute Überschriften. Interessiere dich nur für sie, und für niemanden sonst.

6. Psychologie

Jeder gute Marketer sollte die Psychologie verstehen.

Du musst die Hot Buttons, die “heißen Knöpfe” kennen die du betätigen kannst. Du musst lernen, dass bestimmte Effekte zu bestimmten Reaktionen führen.

Zum Beispiel fand Hopkins heraus, dass Neugier eines der stärksten menschlichen Antriebe ist.

Oder das viele Menschen anhand des Preises entscheiden. Menschen sind keine Experten und wenn der Preis hoch ist, dann wird er automatisch mit einer guten Qualität verbunden.

Schenke auch Vertrauen. Baue eine vertrauensvolle Beziehung auf. Gib ihnen etwas im voraus. Lass’ sie dein Produkt testen. Menschen sind ehrlich (zumindest die meisten).

Ein weiterer starker Anreiz ist ein begrenztes Angebot (egal ob in Menge, Zeit oder für eine bestimmte Gruppe). Das kenn’ ich aus eigener Erfahrung – eigentlich bin ich relativ resistent gegen Werbung, aber mit einem begrenzten Angebot kriegst du mich! ;)

Nähe und Persönlichkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor. Schreibe z.B. in deinen Texten (egal ob in deinem Blog, E-Mails, Verkaufstexten oder in Social Media) immer nur an EINE Person. Versuche eine Atmosphäre zu schaffen, wie mit einem guten Freund bei einem guten Kaffee.

Schmeichel auch den Menschen in deinem Marketing. Menschen mögen das.

7. Sei spezifisch

Ein Mensch der eine spezifische Behauptung macht, sagt entweder die Wahrheit oder ist ein Lügner.

Und im Internet, wo man das meiste auch noch nach Jahren einsehen kann, kann man es sich einfach nicht leisten zu lügen.

Wenn du spezifische Aussagen triffst, dann wird das Gewicht deiner Aussage multipliziert.

Schreibe also anstelle von über 600 E-Mail-Abonnenten, lieber über 634 E-Mail-Abonnenten.

Oder sag nicht, es hat mir Kosten gespart. Sag lieber, ich habe meine Kosten um 25,3% gedrückt.

Sag auch nicht, meine Energiesparlampe gibt mehr Licht als eine normale Glühbirne. Sag lieber, meine Energiesparlampe produziert 3,5 mal mehr Licht als eine normale Glühbirne. Menschen realisieren dann, dass du Tests und vergleiche gemacht haben musst.

Sei also so spezifisch wie möglich. Egal wo.

8. Kunst in der Werbung

Bilder sollten nicht benutzt werden, weil sie interessant sind, Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder eine Anzeige dekorieren.

Anzeigen werden nicht geschrieben weil sie interessant sind oder amüsieren sollen. Anzeigen sollen verkaufen.

Benutze Bilder nur, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erreichen, die du auch erreichen möchtest. Benutze Bilder nur für ein besseres Verkaufsargument.

Wenn du Bilder benutzt, dann zeige immer das Endresultat. Zeige bei Schönheits-Produkten nicht die unattraktive Frau vorher, sondern die attraktive Frau nachher.

Ein Bild das zu exzentrisch, zu einzigartig, zu krass ist, zieht Aufmerksamkeit weg vom eigentlich Thema – und das kannst du dir nicht leisten. Denn dein Hauptanreiz liegt in der Überschrift.

Geh’ also sehr bedacht mit Bildern um (für z.B. deine Verkaufsseite).

Benutze Nichts was lediglich interessiert, amüsiert oder Aufmerksamkeit erregt.

Benutze Etwas, das verkauft.

9. Dinge die zu teuer sind

Es gibt viele Dinge, die einfach zu teuer sind. Dinge, die sich einfach nicht lohnen.

Zum Beispiel ist es sehr schwer die Gewohnheit der Menschen zu ändern… wie z.B. das Zähne putzen! ;)

Konzentriere dich deshalb lieber auf die Probleme deiner Zielgruppe und versuche diese zu lösen.

Copywriting-Legende Gary Halbert hat dazu auch noch eine nette Anekdote…

Wenn du und ich einen Hot-Dog-Stand eröffnen würden, dann würde ich gewinnen. Warum? Weil ich mich in eine hungrige Menge stellen würde.

Und genau dann, ist Verkaufen einfacher.

Stell’ dich also in eine “hungrige Menge” und such dir Menschen mit Problemen, die du lösen kannst.

10. Informationen

Hopkins ist ein großer Fan davon, dass man das Produkt in und auswendig kennen sollte.

Als er damals für Schlitz Beer Werbung machen sollte, saß er nicht am Schreibtisch und grübelte. Nein, er ging raus in die Wildnis und besuchte für mehrere Tage die Brauerei… bis er den springenden Punkt gefunden hat.

Wenn du ein eigenes digitales Produkt erstellst, dann solltest du es ja bereits kennen. Aber dennoch solltest du auch deinen Kunden in und auswendig kennen.

Frag also deine Leser, E-Mail-Abonnenten und Kunden. Benutze SurveyMonkey für Umfragen, WebEngage für Website-Feedback oder frag einfach per E-Mail.

Du musst deinen Kunden kennen. Du musst in seinen Kopf (bitte nicht wörtlich nehmen! ;)).

Gute Werbung sieht immer einfach aus, dauert aber manchmal Tage, Wochen oder Monate.

Und denk’ auch immer daran, deine Werbung muss einfach sein, um einfache Leute zu erreichen.

11. Strategie

Werbung ist ein bisschen wie Krieg, bloß ohne Leid.

Zuallererst ist ein guter Name verdammt wichtig. Oft ist ein guter Name Werbung in sich selbst.

Außerdem spielt der Preis manchmal eine Rolle. Wenn du auf Masse gehst, dann spielt der Preis mehr eine Rolle, als wenn du auf Klasse gehst.

Deine Konkurrenz muss ebenfalls in deine Strategie einfließen. Was sind die Kräfte gegen dich? Was für Preise, Qualitäten und welche Alleinstellungsmerkmale werden gegen dich abgewogen?

Zu guter Letzt musst du auch noch deine Einstellung und Beziehung zu deinen Händlern und Partnern (vor allem Affiliate-Partner) beachten und pflegen.

12. Benutzung von Proben

Das Produkt, sollte sein eigener bester Verkäufer sein.

Aber nicht nur das Produkt alleine, sondern auch der mentale Eindruck und die Atmosphäre die du drum herum aufgebaut hast sind wichtig.

Proben oder kostenlose Muster bringen eine Menge.

Zuallererst kannst du das Wort “kostenlos” benutzen. Das ist z.B. perfekt um E-Mails für deine Liste zu sammeln. Auch wenn “kostenlos” nicht mehr das ist was es einmal war, hat es sicherlich seine Kraft noch nicht verloren.

Vielleicht ist der Interessent gerade noch nicht bereit zu Kaufen, aber wenn du ihm eine Probe gibst, dann hat er Zeit sich damit auseinander zu setzen und dein Produkt zu testen.

Außerdem hast du dann seinen Namen und seine Adresse und kannst ihn weiterhin Informationen zukommen lassen.

Und wieder, perfekt für E-Mail-Marketing. Biete zum Beispiel einen kostenlosen Kurs für deine Abonnenten an und verlange im Gegenzug ebenfalls etwas von Wert – eine E-Mail-Adresse. Wenn du die E-Mail-Adresse einmal hast, kannst du den Interessenten immer wieder kontaktieren.

Startups benutzen z.B. auch noch oft kostenlose Testversionen bzw. kostenlose Testzugänge.

Im Internet Marketing siehst du oft eine Geld-zurück-Garantie. Das würde ich auch als Probe ansehen. Diese Leute können dann dein Produkt in Ruhe testen.

Denk’ aber immer daran, dass du deine Proben nur für wirklich interessierte Personen “verschwendest”. Es ist also wichtig, dass du nicht Hinz und Kunz auf z.B. deine E-Mail-Liste bekommst, sondern nur Personen, die ernsthaft Interesse haben.

Hopkins schreibt auch, kreiere zuerst eine Atmosphäre von Respekt, Verlangen und Erwartungen. Wenn Menschen dann in dieser Stimmung sind, wird die behauptete Qualität deiner Probe auch bestätigt.

Und wieder haben wir hier einen perfekten Grund, warum ein Blog so affenstark ist. Du erzeugst (wenn du eben alles richtig machst), genau diese Atmosphäre.

13. Teste Kampagnen

Fast jede Frage kann günstig, schnell und überhaupt beantwortet werden, mit einem Test. Irgendwie logisch, oder?

Aber ich saß selber schon unzählige Male in Meetings wo wild, stundenlang diskutiert wurde und ich einfach nur still da saß und dachte…

Hey Leute… das ist doch Zeitverschwendung. Geht raus und testet eure Aussagen, danach wissen wir mehr als das wir hier wie Börsenspekulanten spekulieren.

Hopkins sagt auch, niemand von uns weiß genau, was Menschen verlangen. Meistens wissen das die Menschen selber nicht.

Es wissen also beide Parteien nicht, was der Kunde eigentlich will. Ein Test ist also die einzige Möglichkeit um das herauszufinden.

Ein guter Gedanke den Hopkins hier auch aufgreift ist, dass man zuerst mit z.B. 1.000 Leuten testen und sich erst dann an die 1.000.000 herantrauen sollte.

Das könntest du z.B. mit deiner E-Mail-Liste so machen. Hast du nun eine Idee für eine Kampagne, dann schicke sie zuerst an einen kleinen Teil, schau dir die Ergebnisse an und entscheide dann weiter.

Oder wenn du die Überschrift auf deiner Startseite testen möchtest, dann führe einfach einen einfachen Split-Test oder eben A/B-Test durch… und schau dir die Ergebnisse an.

Egal welche Behauptung du hast… teste, teste, teste.

14. Individualität

Es gibt erfrischende Einzigartigkeit, die wir Menschen sehr willkommen heißen und uns daran erinnern.

Manchmal ist das z.B. Robustheit und Ehrlichkeit in einem Bereich wo Robustheit und Ehrlich zählen.

In anderen Bereichen sticht man z.B. aus der Masse heraus, wenn man sich als Autorität positioniert (und das Thema Autorität sollte gerade für dich sehr interessant sein).

Ich hab’s vorhin auch schon erwähnt, eine andere Möglichkeit ist, mehr Persönlichkeit zu zeigen die das Vertrauen deiner Kunden gewinnt.

Zum Beispiel könnte deine Werbung deinen Namen tragen. In unserem Fall wäre das z.B. ein Blogartikel, ein Verkaufstext oder eine Nachricht in sozialen Netzwerken.

Und generell, nicht nur in der Werbung, sondern dein ganzes Unternehmen kann von deiner eigenen Persönlichkeit profitieren. Das predigt auch einer der besten Unternehmer der Welt und mein persönlicher Held – Richard Branson.

15. Negative Werbung

Negative Werbung ist ein wichtiger Punkt (der vor allem in der deutschen Szene zu häufig benutzt wird).

Hopkins sagt, deine Konkurrenten zu attackieren ist niemals gute Werbung. Zeige nicht mit dem Finger auf die Fehler anderer. Das ist einfach nur egoistisch. Es ist unfair und unsportlich.

Und wir beide sind doch “richtige Sportler”, oder? :)

Zeige also in deiner Werbung nur die helle, fröhliche, attraktive Seite und nicht die dunkle Seite (der Macht). Zeige nicht die Falten die es wegmacht, zeige das Gesicht DANACH.

Dein Kunde hat eh schon genug von den Falten.

“Male” also ein positives Bild, wie andere sich wünschen zu sein, nicht was sie jetzt vielleicht schon sind.

Wir sind Menschen. Wir fühlen uns hingezogen zu Sonnenschein, Schönheit, Fröhlichkeit, Gesundheit, Erfolg. Das ist einfach so.

Benutze für eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action) auch nicht etwas wie “Du willst doch kein Idiot sein, also drücke jetzt auf den Kaufen-Button”. Benutze dafür lieber “Klicke hier um den Kurs zu starten”.

Denk’ also immer positiv, nicht negativ.

16. Ein Markenname hilft… vielleicht

Es gibt großartige Vorteile von Markennamen, die eine Geschichte erzählen.

Viele dieser Namen beschreiben das Produkt (z.B. 3-in-One Oil). Laut Hopkins macht so ein Name das Produkt wertvoll.

Manche aber, haben keinen Sinn, wie z.B. Kodak. Sinnfreie Namen dagegen muss man langfristig mit Werbung unterstützen, um ihnen einen Sinn zu geben.

Hier streiten sich aber die Geister.

Ich bin der Meinung, dass es gerade schön ist mit einer neuen Marke, mit einem leeren, weißen Blatt Papier anzufangen und dieses mit Leben, Gefühl und Persönlichkeit zu füllen.

Deshalb habe ich auch affenblog anstelle von Internet Marketing Blog gewählt. Internet Marketing Blog klingt so kalt und roboterartig. Affenblog dagegen warm, nah, nicht zu ernst nehmend, lustig und einfach sympathisch.

Aber wichtig für dich ist, dass du in deiner Werbung deinen Markennamen nicht so stark in den Vordergrund drücken solltest. Hopkins sagt nämlich…

Der Service, nicht das Produkt sind das wichtige Teil in der Werbung.

Und da stimme ich dem alten Hasen wieder komplett zu. Egal welche Art von Markennamen du gewählt hast (oder noch wählen wirst).

Solange du kein Weltunternehmen mit einem ordentlichen Werbebudget bist, solltest du deinen Service nach vorne drücken, nicht deinen Namen.

Ach, und nur am Rande.

Suche bei deinem Markennamen auch nicht nach oberflächlicher Einzigartigkeit. Schnell wird man da belanglos, wie z.B. “Ich bin der Internet Marketer mit den roten Haaren” – wen interessiert’s?

Es geht eher um ein ernsthaftes Alleinstellungsmerkmal, das dem Kunden wichtig ist.

17. Gutes Business

Stell’ dir mal ein hölzernes Wasserrad vor, dass die Strömung dazu benutzt um eine kleine Mühle anzutreiben.

Doch dann kommt irgendwann mal jemand, benutzt wissenschaftliche Methoden und holt mehr raus. Er baut eine Turbine und ein paar Dynamos… und jetzt produziert das neue Kraftwerk – komplett ohne Wasser – Strom für eine ganze Fabrik.

Und genau so ist das mit der Werbung.

Viele benutzen “primitive”, spekulative Methoden (wie mit dem Wasserrad) und wundern sich dann über die schlechten Ergebnisse.

Andere dagegen, arbeiten mit wissenschaftlichen Methoden und haben den selben Effekt wie mit dem Kraftwerk.

Du siehst, und wirst auch immer Werbung sehen, die dir nicht gefällt (z.B. aus optischen Gründen). Aber das Geheimnis ist, diese Werbung funktioniert. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Sie basiert auf bekannter Statistik.

Und ich muss hier mal wieder die klassischen Verkaufsseiten mit dem roten Text und den gelben Unterstreichungen aus dem Ärmel holen. Jeder Designer würde mit den Augen rollen. Aber dennoch, die Dinger verkaufen.

Und sind dementsprechend gute Werbung.

Fazit

Ich hoffe, die 17 Lektionen waren nicht zu umfangreich und ich hoffe, du konntest viele gute Tipps, Inspirationen und neue Ideen mitnehmen.

Ich find’s erstaunlich, wie viele der Lektionen heute noch für dein Internet Marketing funktionieren, wie vor fast 90 Jahren.

Was denkst du über die Lektionen, kannst du sie für dich anwenden?

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22 Kommentare

  1. meint

    Ein super Beitrag mit tollen impulsen. Vielen Dank dafür. Hab’s mir jetzt durchgelesen. Doch heute Abend werde ich mich mal intensiver damit beschäftigen und noch ein bissel tiefer eintauchen.

    Vielen Dank.

    Gruß, Michel

  2. meint

    Hallo Vladi, ich finde es fantastisch, dass Du Dich mit den Old-Shool Marketern beschäftigst und zurück zu den Wurzeln gehst. Viele Marketer wollen einfach hip sein und vergessen dabei, dass die wichtigen Lektionen immer ganz basic sind.

    Viele Grüße

    Artur

  3. meint

    PS: Was ich mir jetzt noch wünschen würde ist die Möglichkeit zum Drucken. Plugin prient friendly oder so was in der Art.

    Ich lese gute Sachen einfach lieber offline. Nach wie vor.

    Danke,
    Christoph

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