Wie du Kommentare schreibst, die Besucher bringen (dich aber nicht zum Spammer machen)

Von Walter Epp 64

Ich musste lachen.

Vor einigen Tagen habe ich ein lustiges Foto gesehen und ich fand die Aussage besonders treffend.

Auf dem Foto sehen wir zwei ältere Frauen, die sich auf der Straße unterhalten:

Ich trau mich nur noch auf die Straße. Im Internet ist es zu schlimm geworden.

So ist es manchmal wirklich. Menschen schimpfen, fluchen, trollen und nerven im Internet so sehr, dass die Straße schon sicherer ist als die Facebook Timeline.

Im Internet scheinen viele Menschen ihre Manieren zu verlieren.

Auf Blogs sieht man das leider auch: Kommentare, die reiner Spam sind, die beleidigen oder unterschwellig arrogant sind.

Dabei sind Kommentare ein wundervolles Werkzeug, um neue Besucher zu bekommen – wenn man es richtig macht. Denn fast jeder Blog bietet dir die Gelegenheit, deine URL beim Kommentar zu hinterlassen.

Wenn die Leser dich dann interessant finden, dann klicken sie auf deinen Link und du hast einen neuen Leser gewonnen.

Fast genauso wichtig ist allerdings noch eine weitere Eigenschaft von Kommentaren: Sie schaffen eine Beziehung zwischen dir und dem Blogger. Meist ist der Blog-Kommentar deine erste Begegnung mit einem anderen Blogger. Du solltest also einen guten Eindruck hinterlassen.

Doch wie schreibt man eigentlich gute Kommentare?

1. Habe ein Gesicht

Hattest du schon mal eine Verabredung bei der du im Spiderman-Kostüm aufgetaucht bist? Oder als Duckwin Duck mit Cape und Maske?

Natürlich nicht.

Menschen mit Maske sind sofort verdächtig. Sie führen etwas im Schilde oder verstecken etwas unter ihrem Cape. Solch einem Menschen vertraut man nicht.

Im Internet ist das nicht anders.

Wenn du kommentierst, dann sollte es ein Gesicht dazu geben – dein Gesicht.

Benutze als Gravatar keine Kindheitshelden oder andere „Masken“. Du solltest auch nicht einfach die graue Silhouette, die standardmäßig eingestellt ist, verwenden.

Nimm ein Foto, auf dem du ausgeschlafen und angenehm aussiehst und verwende es als Gravatar.

Alles andere macht Menschen nur misstrauisch – und Misstrauische klicken nicht auf deinen Link.

2. Habe einen Namen

Im Internet verstecken sich viele Menschen gerne hinter einem Pseudonym.

Wenn es rechtlich möglich wär, dann würden viele sogar gerne mit einem Pseudonym bloggen – wegen der Impressumspflicht geht das aber nicht.

Ich bin kein Dating-Experte, aber wenn du dich bei deinem Date als „Meister Yedi“ vorstellst, dann bin ich mir sicher, dass das Treffen in die Hose geht – es sei denn du hast Glück und dein Gegenüber stempelt dich nicht als schizophren ab.

Benutze beim Kommentieren deshalb deinen echten Namen.

Und nein, bitte benutze nicht deine Domain als Name: „Harry von CoachingDeluxe.de“

Das wirkt spammy. Das sieht so aus als ob du deine Domain so oft wie möglich im Kommentar unterbringen willst.

Also lass das.

Mach es einfach: „Harry“.

Für die Domain gibt es ein eigenes Feld.

3. Streue keine Links

Links in Kommentaren sind wie Feuer: Sie können warm halten und Freude bringen, man kann sich an ihnen aber auch die Finger verbrennen.

Du solltest Links zu deinem Blog also sehr vorsichtig behandeln.

Mein Rat: Lass es.

Klar können sie vielleicht zur etwas zur Diskussion beisteuern, aber egal wie gut der Link ist, einen Eindruck hinterlässt es beim Blogger immer:

Der will nur seine Links streuen.

Vielleicht haben einige Leser diesen Eindruck auch. Es ist sehr schwer einen Link im Kommentar zu posten, ohne wie ein Spammer zu wirken. Und Spammer hinterlassen sofort einen unangenehmen Beigeschmack.

Vor allem solltest du solche Kommentare unterlassen wie: „Cool, ich habe auch etwas zu diesem Thema geschrieben [Link].“

Ernsthaft: Wen interessiert’s? Du reihst dich ein in die „Ich auch“-Schreier auf einem Flohmarkt. Du kannst froh sein, wenn der Blogger deinen Kommentar überhaupt frei schaltet.

Wenn du Interesse und Vertrauen wecken willst, dann lass das Streuen von Links im Kommentarfeld ganz sein.

Es gibt besser Arten, um Backlinks zu bekommen.

4. Stinke nicht

Selbstlob stinkt. Auch im Internet.

Manche Menschen lieben ihre eigene Stimme so sehr, dass sie dir 15 Minuten lang erzählen können, was sie gefrühstückt haben und wie zart die Butter auf ihrer Zunge zergangen war.

Leider sieht man Selbstlob auch in Blog-Kommentaren. Und zur Klarstellung: Selbstlob hat da nichts verloren.

So liest man immer wieder Kommentare wie:

  • „All diese Tipps setze ich schon seit Jahren um. Deshalb habe ich auch den führenden Blog in meiner Nische. Schaut mal vorbei, da könnt ihr etwas lernen.“
  • „Nichts Neues in diesem Post, mache ich alles schon seit Jahren.“
  • „Ach ja: Ich kann gut von meinen Blog-Einnahmen leben und habe erst gestern die Anzahlung für meinen Mercedes SLK geleistet.“

Mein Gedanke bei solchen Kommentaren: Schön für dich. Du bekommst einen Orden. Klopf dir dreimal auf die Schulter.

Ernsthaft: Halte dich mit Selbstlob in einem Kommentar zurück. Sonst bist du sofort unsympathisch.

Ach ja: Spott, destruktive Kritik und Sarkasmus stinken übrigens auch.

5. Lies den Artikel

Ja, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Sehr oft sieht man dieses Phänomen bei Facebook, wo Menschen nur die Headline des Artikels sehen, aber bei Facebook schon fleißig Hasskommentare schreiben oder anderweitig ihren Senf dazugeben.

Wenn du nicht als Senfschleuder durchgehen willst, dann zeige mit deinem Kommentar, dass du den Artikel auch gelesen hast.

Schreibe also nicht: „Toller Artikel.“

Sondern: „Das Beispiel mit dem Senf fande ich toll. Das hat mir das Problem so gut vor Augen geführt.“

Siehst du den Unterschied?

Sei möglichst konkret und beziehe dich auf den Artikel – je konkreter, desto besser, denn dann kann man auch einen Dialog starten.

6. Zeige Anerkennung

Menschen lieben Anerkennung.

Und wenn du anderen Anerkennung schenkst, dann hat das einen wichtigen Effekt: Die Menschen lieben dich auch.

Stell dir mal deinen Freundeskreis vor und ein „Neuer“ kommt in die Runde. Er kritisiert jeden deiner Freunde, zählt kluge Fakten auf und gibt sich Mühe, in einem tollen Licht dazustehen.

Danach kommt ein zweiter Neuling in die Runde und er verteilt Lob. Er lobt aufrichtig die Schuhe deiner Freunde, ihr Lächeln und er interessiert sich für sie.

Welche Person findest du sympathischer?

Natürlich die zweite. Derjenige, der Anerkennung schenkt, bekommt auch von anderen Anerkennung.

Deshalb solltest du in deinen Kommentaren immer Anerkennung zeigen. Nein, du sollst dem anderen nicht in den Hintern kriechen oder schleimen, sondern ehrliches Lob aussprechen.

Als Merkhilfe: Beim Einschleimen sagst du dem Menschen, was er hören will. Beim Loben sagst du dem Menschen, was er nicht erwartet.

Dein Kommentar sollte also ein einfaches Element enthalten: Das Kompliment.

Das sage ich nicht, weil ich will, dass du mich in den Kommentaren lobst, sondern weil es sich so gehört. Komplimente sind die beste Art, um sich beliebt zu machen.

7. Erhöhe den Wert

Jetzt kommt die Krönung.

Der wichtigste Aspekt eines guten Kommentars ist, dass er Mehrwert bietet. Idealerweise sollte dein Kommentar also den Wert des Artikels erhöhen und nicht senken (wie es leider Spam-Kommentare tun).

Mehrwert kannst du in folgenden Varianten liefern:

  • Erzähle von persönlichen Erfahrungen – Häufig sieht man in einem Blogartikel nur die Erfahrungen einer Person. Wenn du deine Erfahrungen in die Diskussion einbringst, dann sehen Menschen, dass es auch bei anderen klappt oder dass man es auch anders machen kann. Ein guter Erfahrungsbericht führt bei Lesern zu dieser Reaktion: „Oh, er hatte das gleiche Problem wie ich. Ich schau mir mal seinen Blog an.“
  • Stelle sinnvolle Fragen – In deinen Kommentaren solltest du Fragen stellen, die sich andere vielleicht auch stellen – dann sehen andere Leser auch direkt die Antwort. Außerdem solltest du möglichst konkret und zielorientiert fragen. Eine schöne Frage ist immer: „Wie würdest du an Problem X herangehen? Ich komme da nicht weiter…“
  • Ergänze einen Punkt – Viele Blogger schreiben gerne List Posts mit einer festen Anzahl von Punkten. Wenn dir noch einer einfällt, dann wäre das perfekter Stoff für einen Kommentar. Aber bitte nicht gehässig oder mit dem großen Zeigefinger. Lege einfach deinen Tipp zusätzlich auf den Tisch. Wenn du Glück hast, dann ergänzt der Blogger sogar seinen Artikel um deinen Kommentar.

Verbessere die Welt

Im Internet gibt es genug Trolle und Spammer, die das Netz zu einem Ort machen, an dem man ungern unterwegs ist.

Wir können das ändern. Wir können bei uns selbst anfangen und Kommentare schreiben, die nicht spammy sind. Kommentare, die Mehrwert liefern. Kommentare, die ehrliche Anerkennung schenken und nicht vor Selbstlob strotzen.

Am Ende können nur alle gewinnen: Der Blogger bekommt mehr Kommentare. Du bekommst durch gute Kommentare mehr Aufmerksamkeit. Und ihr beide tretet in einen Dialog.

Was will man mehr?

Chimpify Keynote

13. Dezember 2016    10:00 Uhr
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64 Kommentare

  • Cooler Artikel. Kannte ich alles...Nein, Spaß bei Seite...ich finde den Artikel wirklich gelungen. Deine Tipps sind common sense, leider sehen das nicht alle so.
    Nr 3...links streuen mag ich auch nicht besonders trotzdem lasse ich die kommentare stehen. So sehr stört mich dasbjetzt nicht bzw. Gab es nicht viele Kommentare: tolles Rezept, schau auch bei mir vorbei.
    Selber Links streuen...nein.
    Nummer 4...das glaube ich nicht dass jemand das macht. Zumindest ist mir das nie passiert.
    Am schwierigsten umzusetzen ist mMn Nr 7...bzw hängt es wirklich vom Blogthema ab. Ich finde hier ist der Grad zw Mehrwert bringen und Besserwisserei ziemlich schmal.
    Ich geh mal lesen was die anderen sagen.
    LG, Diana
  • Hallo Walter,
    ich muss sagen, dass dein Artikel mir richtig geholfen hat.
    Am Anfang hatte ich immer das Problem das ich mich nicht getraut habe zu kommentieren. Einmal weil ich nicht so genau wusste, wie und was man kommentieren sollte. Besonders den Tipp mit dem Namen fand ich hilfreich. Klar hat man das schon öfters gelesen, aber du hast es sehr plausibel erklärt. Meinst du es reicht nur den Vornamen zu nennen, oder wäre der komlette Name besser?
  • Da kann ich Stephan nur beipflichten, mir kommt es hier so vor, dass die Qualität an der Länge der Kommentare bemessen wird! Für mich muss ein Kommentar kurz und bündig sein, ein Lob in einer DIN A4 Seite aufzuzerren, finde ich immer schleimig, dann doch lieber gleich einen Artikel verfassen. Es kommt nur auf den Mehrwert an, denke ich. Oder man befindet sich aber auf einer Diskussionsplattform, um Meinungen auszutauschen.
  • Ich habe das alles gut verstanden, lieber Walter! Aber wie sage ich als alter Superheldenfan dir denn nun am besten, dass es unbedingt "Darkwing Duck" heißen muss?
  • Hier haben in den Kommentaren aber einige gegen die Regeln verstoßen ;D
  • Hallo Walter,

    dein motivierender Artikel hat dazu geführt, dass ich endlich meinen Gravatar erstellt habe und den will ich jetzt natürlich sehen. ; )

    Sind so Zwinkersmilies in Kommentaren außerhalb von FB auch ein No-Go?

    Danke jedenfalls für deine stete Motivation, die ich auch immer wieder von deinen Schreibsuchti-Newslettern bekomme.

    GlG Sunla
  • Hi Walter,

    ich bin ganz frisch auf dem Affenblog unterwegs und über Twitter auf diesen Blog-Beitrag von Dir gestoßen.

    Ich bin begeistert, dass Du diese Punkte ansprichst!!! Die verschiedenen "Kommentier-Regeln" vor Augen geführt zu bekommen, motiviert einen, sich noch mehr Mühe zu geben, wenn man einen Beitrag kommentiert :)

    Und ich habe auch einen Punkt für mich entdeckt, den ich in Zukunft mehr beim Kommentieren miteinfließen lassen möchte: Annerkennung zum Ausdruck bringen
    Hinter einem Blog-Beitrag steht oft so viel Arbeit und Mühe, oft schon hinter nur einem einzigen Beispiel in dem Beitrag, für das man sich ewig lange den Kopf zerbrochen hat, warum das also nicht mal honorieren und seine Dankbarkeit zeigen oder eben ein Kompliment aussprechen.

    Danke also nochmal (auch, wenn das schon alle meine Vorredner gesagt haben), für diese wertvollen Tipps :)

    Liebe Grüße,

    Laura
  • Hallo Walter,

    herzlichen Dank für diesen Artikel.
    Dass Links als Spam betrachtet werden können, habe ich so noch nicht überlegt und werde daher meine Kommentare in Zukunft noch kritischer beachten.

    In der Regel kommentiere ich tatsächlich nur, wenn ich denke, ich kann noch was Interessantes beisteuern oder ja, wenn ich einen Artikel sehr ansprechend finde, dann meine ich auch, dass man das weiterreichen sollte. Denn ich bin froh, dass es Blogger gibt, die sich diese Zeit nehmen und Mühe machen und da meine ich auch, haben sie zumindest ein Stück Anerkennung verdient. Von solchen Blogs - wie diesen hier jetzt - habe ich schon so viel profitiert, es wäre schade, wenn jemand es bleiben lässt, weil er denkt, das interessiert niemanden.

    Wenn ich bisher verlinkt mal habe (was ich selten tue), dann schon mal zu einem Thema, zu dem ich umfassend recherchiert und einen Artikel geschrieben habe und wo ich dann denke, dass es vielleicht den einen oder anderen interessiert. So sage ich dass dan auch: Daz ugibt es von mir einen ganzen Artikel, wer Interesse hat ... blabal.
    Ich habe das dann immer im Sinne von - hier helfe ich noch weiter - und nicht als Spam betrachtet. Da werde ich auf jeden Fall noch mehr Argusaugen haben, ob das passt.

    Ansonsten habe ich Beiträge oder Blogs auch schon auf meine Seite verlinkt, weil ich die zu einem Thema sehr passend finde und dann fand ich das - zumindest bisher - einfach nur höflich und freundlich, das mitzuteilen und dorthin zu verlinken, wo die Person sich mit ihren Beitrag wiederfinden kann.

    Und dann gebe ich noch einen Aspekt zu bedenken, was die Offenheit im Netz angeht. Ich mag auch keine Avartare und möchte den Menschen sehen, mit dem ich kommuniziere..
    Aber ich verstehe inzwischen auch, wenn manche sich aus Angst und Sorge vor Hass und Häme lieber verbergen wollen. Dazu muss man nicht einmal einen provokanten Artikel oder Kommentar schreiben. Man muss manchmal nur Haltung zeigen, oder auch nur einfach "da" sein. Vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort. Wer mal gestalkt wurde oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, legt sich dann einen Avartar zu, wenn er sich nicht ganz verabschiedet.

    Schade ist, dass Menschen diese Sorge haben müssen. Transparenzpflicht für alle wäre da vielleicht hilfreich.

    VG
    Rosemarie
  • Hi Walter,

    danke für die Anleitung und die klaren Anweisungen! :-)

    Nachdem ich diesen Artikel vor einigen Wochen gelesen und tatsächlich durchgearbeitet habe, habe ich eine persönliche Challenge ausgerufen: Ich wollte einen Monat lang, jeden Tag, 3 Kommentare in unterschiedliche Blogs schreiben, die alle Punkte von dir erfüllen, Mehrwert bieten und Sympathie erzeugen. Ganz funktioniert hat das nicht - ich musste zwischendurch mein E-Bok launchen und war damit komplett überfordert - aber ich habe nach dem Stress weitergemacht und fleißig kommentiert.

    Bis auf einen Autor, der ausnahmslos unter jeden Kommentar schreibt "danke für den Spam" war das Feedback sehr positiv und mega freundlich. Ab jetzt werde ich das öfter tun und regelmäßig lesen, kommentieren und netzwerken. Danke für deine Hilfe!

    Schöne Grüße
    Tim
  • "Dabei sind Kommentare ein wundervolles Werkzeug, um neue Besucher zu bekommen"

    und wie machst du deine potenziellen Besucher nun auf deine Seite aufmerksam, wenn du keinen Link hinterlässt und das einzige ist was die User von dir sehen können, deine eigene FB-Seite ist?

    würde mich über eine Antwort sehr freuen! und nebenbei bemerkt: sehr schöner Blog!!
  • Danke Walter!

    Du sprichst mir aus der Seele. Gerade heute hatte ich wieder einige Kommentare, bei denen ich mir gedacht hab "Ist das dein ernst? Denkst du wirklich, dass ich so einen Spammkram veröffentliche?".

    Und das Gravatare wirklich super sind, hab ich auf meinem ersten Business Event vor 2 Jahren gesehen. Da hat mich eine Bloggerin erkannt, weil ich vorher regelmäßig auf ihrem Blog kommentiert habe. Und mittlerweile haben sich daraus schon sehr gute Kooperationen ergeben.

    Deshalb sehe ich einen Gravatar als absolutes MUSS für jeden an. ;-)

    Liebe Grüße,
    Alina

    PS: Ich liebe deine Art zu schreiben! (So Lob auch mit untergebracht :-D )
  • Lieber Walter,

    es ist sehr lustig, wenn man einen Artikel über Kommentieren liest und zwischendurch überlegt was man dann kommentiert ;-)

    Als ich mir dachte: "Das mache ich ja schon alles.", war es vorbei!

    Es folgten mehrere heftige Lach-Flashs. Also schon mal danke dafür. Du hast mir die Lesezeit zu einer Party gemacht :-)

    Ich finde deinen Artikel sehr angenehm und humorvoll geschrieben. Wie man beim Trinken sagen würde: schön süffig ;-)

    Und obwohl mir die Tipps nicht ganz unbekannt sind, ist es einfach gut eine Bestätigung zu haben und es nochmal schwarz auf beige zu lesen :-)
    Wenn viele deinen Artikel lesen und das dann auch umsetzen, freue ich mich umso mehr!!

    Als ich angefangen habe Kommentare zu schreiben (oder erstmal nur zu lesen), habe ich mir die Frage gestellt was ich denn da schreiben soll. Und bin irgendwann zu der Einsicht gelangt, dass man das schreiben sollte was am meisten Nutzen für alle hat.

    Erfahrung ist ja nicht gleich Erfahrung. Ich kann etwas erzählen um mich zu profilieren und trotzdem hat es mit dem Thema zu tun. Anders geht es, wenn ich z.B. eine Erkenntnis teile, die anderen helfen kann, die gerade da stehen, wo ich schon weiter gekommen bin.

    Wir sind ja immer alle auf dem Weg. Wenn du denkst, dass du es geschafft hast, dann darfst du wieder zurück auf Start. Denn es ist ein ewiger Prozess. Und jeder steht an einem anderen Punkt.

    Das wertvolle bei der vielen Kommunikation im Internet ist das bereichernde Miteinander, das Inspirieren, vielseitiges Feedback und einfach wir selber sein. Denn jeder ist anders und kann so dem anderen etwas geben.

    Vielen Dank für den schönen Artikel.

    Und ich habe schon lange nicht mehr so gelacht. Also auch dafür Danke :-)

    Viele Grüße

    Laura
  • Hi Laura,

    Ich unterschreibe vor allem deinen absatz über die Reise. Ich sage von mir auch nicht, dass ich schon alles erreicht habe. Wer nicht mehr wächst, der lebt nicht mehr.

    Und schön, dass du was zu lachen hattest :D

    LG, Walter
  • Hi Walter,

    danke für die tollen Tipps! Dummerweise habe ich viele der, von dir, angesprochenen Fehler, wie zum Beispiel das Einfügen eines Links, schon mehrfach gemacht, hätte ich doch nur deinen Artikel schon früher gelesen.

    Deine anschaulichen Beispiele bewahren mich nun wohl in Zukunft davor auf meiner Schleimspur auszurutschen. Davor dachte ich "Hauptsache kommentiert", was für ein riesen Irrtum.

    Das mit dem Mehrwert ist ein sehr interessanter Aspekt, den ich bisher außen vor gelassen hatte, da das gar nicht so einfach ist. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister ;)

    Liebe Grüße

    Linda
  • HI Linda,

    Mach dir nichts draus. Wir alle haben viele Fehler gemacht.

    Ein schöner Merksatz ist auch: Versuch nicht interessant zu sein, sondern sei interessiert.
    Das macht sympathisch und dann wollen die Menschen mehr...

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    ich haben schon sehr viel von dir gelernt. Dafür erstmal vielen vielen Dank. :) Aber eine Frage beschäftigt mich noch. Sollte man auch auf jeden Kommentar anworten?
  • Hi Ralf,
    Gerade am Anfang solltest du das.

    Antworte auf jeden Kommentar. Das zeigt nämlich, dass dir die Meinung der Leser wichtig ist.
    Auch wenn keine Frage enthalten ist, dann sag einfach danke.

    So motivierst du auch andere zu kommentieren, weil sie sehen, dass du darauf eingehst.

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es leider nicht mehr schaffe, auf alle Kommentare zu antworten. Ich bemühe mich, aber leider ist einfach zu viel los ;)

    Lg, Walter
  • Hallo Vladimir,

    Sehr treffende Zusammenfassung zu diesem Thema. Ich merke es immer wieder, das Kommentare sehr gut ankommen und die Verfasser sich oftmals freuen, meistens entsteht ein guter Austausch in der Community und es kommen Erkenntnisse zum Vorschein die zuvor nicht denkbar gewesen wären.

    Gerade bei Facebook ist die Kommunikation und der offene Dialog sehr wichtig, denn Facebook stellt sich mehr und mehr darauf ein, was wollen die Menschen wirklich sehen und was gefällt ihnen.

    Danke für deinen Beitrag, macht mir nochmals deutlich wie wichtig die Kommunikation im Netz ist.

    Gruß Jens
  • Gern geschehen Jens,
    Bei Facebook habe ich das Gefühl, dass da viele Menschen überhaupt ihre Manieren verloren haben ;)
    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    das fühlt sich jetzt etwas merkwürdig an, auf einen Artikel zum Thema "Kommentieren" zu kommentieren. Heute morgen hab ich mich noch nicht getraut, so als allererster Kommentar.

    Dabei kommentiere ich einfach ohne drüber nachzudenken, wenn mir etwas gefällt, ich eine Frage oder Anmerkung habe, etwas korrigieren muss (wenn es einfach falsch ist) oder weil ich etwas zu dem Thema beitragen möchte. Mit Kommentare Leser zu gewinnen, ist aber weniger mein Ziel...

    Ich liebe Kommentare und freu mich immer wie ein Kind. Leider bekomme ich viel zu wenig.

    Ich habe das Gefühl, es sind nur Blogger, die selbst auch kommentieren. Das hat auch mit Schreibgewohnheit zu tun und der Gewohnheit, öffentlich seine Meinung zu vertreten. Es gibt Leser, die schreiben mir eine E-Mail statt eines Kommentares, weil sie Lob oder Kritik nicht öffentlich machen wollen.

    Ihr mit dem Affenblog habt Glück, weil ihr hauptsächlich von Bloggern gelesen werdet. Ich mit meinem Japanblog habe es da ähnlich schwer, wie Jessica mit dem Reiseblogs.

    Ein Blog lebt von Kommentaren, sonst wäre es doch nur 'ne Webseite!
  • Hi Daniela,
    Damit der Blog mit wenig Kommentaren trotzdem etwas lebendiger wird, kannst du folgendes tun:

    Frage deine E-Mail-Schreiber, ob du ihr Lob/Kritik öffentlich auf dem Blog zeigen darfst (natürlich anomym oder mit Namenskürzel).

    Zum Beispiel beim E-Mail-Optin kannst du dann schreiben: Begeisterte Leser sagen: "...."

    So schaffst du etwas mehr Leben und "social Proof".

    LG, Walter
  • Lieber Walter,

    das waren allesamt gute Tipps und ich freue mich sehr, dass ihr das Thema hier mal im Affenblog aufgreift.

    Ich glaube, ich habe mir da schon einige Böcke geschossen und kann dank der Liste nun besser an die Sache herangehen :-)

    Liebe Grüße!
    Swantje
  • Hi Swantje,
    Ich bin da auch in viele Fettnäpfchen getreten. bin froh, wenn ich jemanden diese Fehler ersparen kann.

    LG, Walter
  • Hallo Walter!

    Danke für die Tipps!

    Ich habe jetzt sofort ein Gravatar eingestellt.

    MFG Philipp
  • Hi Phillipp,
    Sieht direkt besser aus :)
    LG, Walter
  • Ich mag die Gedankenanstöße zum Thema Kommentare - frage mich aber, ob man das für alle Blogs so sagen kann. Das mag bei kontroversen Themen gehen - für einen Reiseblog ist das eher schwierig, oder? Ich kämpfe aktuell um jeden Leser - und ehrlich, ich habe den Eindruck, dass es am meisten bringt (in meiner gegenwärtigen Situation) in irgendwelchen Special Interest-Gruppen auf Facebook was zu posten. Aber vielleicht bin ich auch einfach noch zu sehr am Anfang um über andere Kanäle wirklich Leser zu finden.
  • Hi Jessica,
    Reisen kann doch auch sehr kontrovers sein. Du kannst doch Urlaubsorte kritisieren, oder Geheimtipps für Berlin im Kommentar abgeben.
    Natürlich wirst du keinen Mega-Traffic bekommen, aber ein paar Besucher dürfte es bringen – und dann heißt es: Steter Tropfen hölt den Stein.

    LG, Walter
  • Ihr habt wieder ein wichtiges Feld klarer gemacht, Affen bzw. Walther, wie man "anständig" auftritt, um nebenbei auch für sich zu werben. Danke, immer wieder klasse Gedankenanstöße, um die Außenwirkung zu überprüfen!

    Sicher noch ein etwas anderes Feld, aber noch vor dem Kommentar-Abgeben steht für mich die Frage:
    Welchem Blogger bzw. Influencer folge ich überhaupt und gebe dort Kommentare ab?
    Reicht die gleiche Zielgruppe/ähnliches Thema und eine Riesenfollowerzahl dafür aus?
    Bis jetzt leiste ich mir den Luxus, nicht aus Werbegründen meine Markierungen - und auch im guten Falle Mehrwert - zu hinterlassen, sondern sehr Wenigen, mir wirklich sympathischen KollegInnen/Influencern/Bloggern zu folgen.
    Da, wo ich poste, interessiert mich auch das Gegenüber - und meine Antwort auf ihn - wirklich. Das beschneidet mich selbst von viel Aufmerksamkeit, da gehen ja ganze Massen täglich dabei verloren! :)
    Klingt versnobbt, aber alles andere würde sich für mich (noch?) nicht gut anfühlen.
    Wie seht bzw. handhabt Ihr das?

    Der häufige Anblick mit geschultem und ungeschultem Auge entdeckt dauernd Blogger bzw. Anbieter, die um die Postings anderer wie die Motten um das Licht schwirren. Man sieht sie mit dem ersten Blick daran, wie sie Mehrwert mit noch viel mehr Intelligenz und Erleuchtung füllen als der Autor je aus sich herauspressen und in einen Artikel pressen können :) .
    Und dann gepostet mit ganz zufälligen Facebook-Namen wie z.B. (in meinem Bereich) 123supercoaching.de oder mental-immer-obenauf.erfolgreich.com :) (beide ausgedacht! Jede Ähnlichkeit....)
    Das macht kein tolles Gefühl. Aber jede/r bemüht sich auf seine Weise. Irgendwie holt mich dieses Gefühl auch oft ein. Wie wir Freiberufler/Selbständige auf unsicherem Terrain versuchen, mit unserer Herzenstätigkeit im Leben zu bestehen und "davon zu leben". Das macht auch wieder empathischer gegenüber den "Einschleimern"..... ;)
    Liebe Grüße an alle und fortwährende Inspiration!
  • Hi Ulf,

    Ich kommentiere auch nicht auf den "großen" Seiten, wenn ich den Influencer nicht mag oder mit ihm keine Beziehung haben will.

    Natürlich sollte man gerne auf dem Blog kommentieren – nicht nur wegen der Reichweite.

    Es ist ein zweischneidiges Schwert: Es geht um Reichweite – klar – aber viel wichtiger ist die Beziehung zum Blogger. Wenn du die nicht haben willst, dann solltest du da nicht kommentieren.

    LG, Walter
  • Sehr schön gesagt. Kommentare sind das Salz in der Suppe. Auf meinen Blog kommen viele Stammleser. Da wird oft heftig diskutiert, wenn es mal um ein brisantes Thema geht. Konstruktive Kritik ist also immer willkommen. Mit Verlinkungen auf eigene Beiträge halte ich mich zurück. Das mache ich nur als Ausnahme bei mir gut bekannten Blogs, die das einschätzen können. Umgekehrt händel ich es auch so. Mich stören nur Links im Kommentarfeld, die auf einen Shop führen. Meistens sind das Leute, die sonst nicht bei mir vorbeischauen. Die Links werden entfernt und freigeschaltet, wenn der Kommentar an sich der Sache dient. Alles andere wird gelöscht.

    Wenn manche Blogger sich wundern, dass sie nie oder selten Kommentare bekommen, dann sollten sie mal überlegen, ob sie sich selbst nicht woanders auch mal blicken lassen und einen netten Kommentar schreiben.

    Was ich auch wichtig finde: auf Kommentare antworten. Das Thema hattet Ihr hier ja schon.
  • Hi Sabine,

    Ich bin voll bei dir. Man sollte öfter bei anderen Bloggern "zu Besuch" sein und den Blogger mit Kommentaren erfreuen. Dann bekommt man auch selbst welche :)

    LG, Walter
  • Hallo Walter,
    ich schließe mich da Sven an.
    "Beim Einschleimen sagst du dem Menschen, was er hören will. Beim Loben sagst du dem Menschen, was er nicht erwartet."

    Danke für diesen Satz. Den werde ich vermutlich bei viel mehr Gelegenheiten im Leben, als nur beim Kommentieren vor Augen haben.
    Gruß
    Jürgen
  • Hallo Jürgen,

    Ja, das ist ein Satz, dem man im Alltag verwenden kann. Ich verzichte hier auf mein Copyright, weil ich das von Dale Carnegie abgeleitet habe aus dem Buch:
    "How to win friends and influence people". Lesenswert.

    LG, Walter
  • Manchmal lese ich Artikel wie diesen und denke: "Super Artikel, den ist nichts mehr hinzufügen." Sollte ich dann trotzdem Kommentieren und dies sagen, obwohl damit kein Mehrwert entsteht. Ich gebe zu, da bin ich mir unsicher. Gruß, Roby
  • Hi Roby,

    Ja, das sollte man auch. Warum? Weil du dem Blogger Anerkennung schenkst und eine Beziehung mit ihm aufbaust. Einfach mal Danke sagen ist ja nicht verkehrt. Solltest halt aufpassen, dass das nicht zu oft ist, sonst wirst du irgendwie verdächtig ;)

    LG, Walter
  • Klasse Artikel Walter!
    So mache ich das schon seit Jahren ... und der Blog brummt so unfassbar, dass schon dafür bezahlt werden, keine Kommentare mehr zu hinterlassen. Hier noch meine besten Links, wie ich das geschafft habe:

    ...

    Nein, im Ernst. Ich finds toll, wie du den schmierigen Versuchungen schnell mal noch ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen, mit deiner menschlichen Art Einhalt gebietest. Danke! ;)
    Liebe Grüße, Matthias
  • :D Hahaha,
    Der war gut.

    Ich dachte wirklich, dass da jetzt ein Link kommt :)

    Ich danke dir für den Kommentar und viel Erfolg Matthias,

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    die Idee, einen Artikel darüber zu schreiben, wie man kommentiert, finde ich einfach super! Auch hast du es wieder einmal geschafft, mich zum Lachen zu bringen:

    "Als Merkhilfe: Beim Einschleimen sagst du dem Menschen, was er hören will. Beim Loben sagst du dem Menschen, was er nicht erwartet."

    Jetzt habe ich eine Gebrauchsanleitung, auf die ich im Bedarfsfall verweisen zu kann ;-)

    Einen Punkt jedoch vermisse ich noch, so was wie "Sei mutig" oder "Trau dich", damit auch der zurückhaltende Leser aus seinem Versteck kommt.

    Liebe Grüße
    Rita
  • Hi Rita,
    Als Blogger der GANZE ARTIKEL ins Internet stellt, sollte man eigentlich mutig genug sein, auch einen Kommentar zu schreiben ;) Aber du hast recht, das sollte man vielleicht ergänzen.

    Also liebe Blogger: Seid mutig. Traut euch aus eurem Versteck!

    LG, Walter
  • Die Welt verbessern ist ein guter Ansatz für Kommentare. Ich persönlich weiß oft nicht, was ich in einem Kommentar schreiben soll, weil ich mir denke "meine Meinung will hier keiner hören". Das muss ich wohl aus meinen Glaubenssätzen entfernen ;)

    LG
    Julia
  • Hi Julia,
    Jeder Mensch ist einzigartig. Niemand hat die gleiche Lebensgeschichte wie du. Deshalb kannst mit persönlichen Erfahrungen immer die Diskussion um einen weiteren Blickwinkel bereichern :)
    LG, Walter
  • Wunderschönen Guten Morgen

    Danke ganz herzlich für die Tipps. Sind mir zwar nicht neu, aber gut, sie nochmals vor Augen geführt zu bekommen! (:
    Ihr schafft es immer wieder einen Mehrwert zu liefern.
    Danke dafür.

    Herzlich,
    Amina
  • Hi Amina,
    Was ist schon wirklich neu? In der Regel muss der Mensch nur erinnert werden, nicht belehrt ;)

    LG, Walter
  • Hey Walter,

    Also am meisten tut mir weh, wenn ich Kommentare freischalte, die nicht wirklich darauf hinweisen, als hätte man den Artikel gelesen.

    Da scheint mir aber eine Art des Antwortens zu sein, dass man darauf nicht antwortet. (Warum auch?)

    Bei den Kommentaren, wo man schön seine Links platziert, hatte Ich mal die Diskussion, ob man die freischalten muss. Als Blogger-Etikette wird unterschiedliches erwähnt. Drastisch ist: Die Links zu entfernen, aber den Kommentar zu belassen. Wie handhabst du das?

    Grüßken,
    Yasemin.
  • Hi Yasemin,
    Wenn der Kommentar OK ist und der Link unnötig, dann lösche ich den Link, schalte aber den Kommentar frei. Natürlich mit einem Hinweis von mir.
    Im Zweifel kann man auch den ganzen Kommentar löschen, dann auch mit einem Hinweis.
    Wie gesagt: Ich bin da etwas streng, aber ich leide auch nicht darunter, dass ich zu wenig Kommentare habe :D

    LG, Walter
  • Ich lese den Affenblog nicht regelmäßig aber wenn, dann ist doch immer was zu finden was mich ein wenig weiterbringt. So auch dieser Post über die Kommentare.
    Mir sind da im Laufe der Zeit zwei Dinge aufgefallen, die mich verwundern, für die ich leider auch keine Erklärung habe.
    Zum einen, bei meinen eigenen Blogs, ist die Anzahl der Kommentare verschwindend gering. An den Benutzerzahlen kann es nicht liegen, denn die sind zufriedenstellend und im Laufe des Bloglebens auch immer weiter ansteigend. Inhaltlich gibt es zumindest ineinem der Blogs hin und wieder auch provokative Artikel von mir, die durchaus zur Diskussion anregen könnten. Das lässt letztendlich nur den Schluss zu, dass mein Publikum nicht sehr diskussionsfreudig ist.
    Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, ist das Fehlen von Interaktion mit anderen Bloggern. Hin und wieder schreibe ich ja auch Kommentare in anderen Blogs, eben um so einen Link zurück zu erhalten, natürlich bei Artikeln, die thematisch zu meinem Blog passen. Jetzt würde ich erwarten, dass der betreffende Blogger die Chance nützt, um seinerseits, indem er seinerseits meinen Blog besucht und einen Kommentar schreibt, sich einen Backlink generiert. Was soll ich sagen: Fehlanzeige! Kaum einmal nutzt einer der Blogger diese Möglichkeit.
    Mein Fazit: Was das kommentieren auf anderen Blogs als Möglichkeit die Sichtbarkeit des eigenen Blogs zu steigern angeht - da ist noch viel Überzeugungsarbeit in der Bloggerszene notwendig.
  • Hi Crischo,
    Da gebe ich dir recht. Das Kommentieren bei anderen Bloggern ist leider noch viel zu unterentwickelt. Spammer gibt es genug, aber ehrliche Kommentatoren nur wenige.
    Übrigens: Natürlich zeigen wir nächste Woche, wie man mehr Kommentare auf dem eigenen Blog bekommt ;)

    LG, Walter
  • Das sind einige sehr ernsthafte Dinge angesprochen worden. Das mit dem Linkanfügen ist so eine Sache. Ich habe damit sowohl gute, als auch schlechte Erfahrungen gemacht. Generell ist es so, dass wenn man einen Kommentar schreibt, der zeigt, dass man den Text gelesen hat und sich dazu auch Gedanken gemacht hat (also zum Beispiel nicht einfach nur eine einzige Zeile lang ist), dann wird das Anfügen des eigenen Bloglinks nicht als unangenehm empfunden – auch der Spammerverdacht ist dann gering. Bei Eurem Blog habt ihr ja die Möglichkeit geschaffen den eigenen Link gleich bei den persönlichen Daten einzufügen, was ich klasse finde. Mir wäre das am liebsten bei allen Blogs.
  • Hi Oli,
    Klar. Je länger der Kommentar und je sinnvoller, desto geringer der Spam-Verdacht. Trotzdem sollte man mit Links vorsichtig sein. Ich lass meine im Zweifel weg – auch wenn ich etwas passendes dazu geschrieben habe ;)

    LG, Walter
  • Klasse Artikel!

    So ist es! Vorallem auf YouTube merke ich das oft. Dort schreiben dann Leute Kommentare wie "Tolles Video, würde mich freuen, wenn du auch bei mir vorbeischauen würdest". Ganz ehrlich? Gerade deshalb mach ich das nicht.

    Schreibt mir dagegen jemand einen wertvollen & ehrlichen Kommentar von dem ich auch etwas lernen kann, denke ich mir: "Wow, der hat bestimmt was drauf, ich guck mal bei ihm vorbei".

    Am liebsten kommentiere ich mit Zitaten. Vorausgesetzt mir fällt immer ein passendes ein ;) Das ist gerade aber nicht der Fall :)

    Liebe Grüße Dominik
  • Hi Dominik,

    Genau. Der Kommentar muss so "genial" sein, dass sich der Leser einfach in den Kommentator verliebt. Die "Ich-auch"-Kommentierer sind aber alles andere als sympathisch, da gebe ich dir recht.

    LG, Walter
  • Hallo Walter
    Du triffst den Nagel auf dem Kopf.
    Kunst Kommentare zu schreiben welche ein Kompliment enthalten, einen Mehrwert schaffen und persönlich sind, ohne einzuschleimen, ohne Spammer zu werden und als Selbstdarsteller zu wirken, das ist für mich immer eine grosse Herausforderung.
    Deine Texte erlebe ich wie ein scharfes Skalpell welches geschwungen durch eine begabten Chirurgen mit Herzensleidenschaft. Er trennt das Gesunde, das Lebensbejahende vom Ungesunden ohne Schaden zu zuführen.
    Ich liebe es solches zu lesen. Es hilft mir meine unklaren Seiten zu klären.
    Lg guido
  • Hi Guido,
    Wow, so ein tolles Kompliment habe ich schon lange nicht mehr gehört :D Mir gefällt der Vergleich mit dem Skalpell. Ich bin froh, wenn meine Worte wirklich so scharf sind und das Klare um Unklaren trennen.

    Viel Erfolg beim kommentare schreiben.
    LG, Walter
  • Lieber Walter,
    was mir an diesem Artikel besonders gut gefällt, ist der Appell Charakter (und zwar ohne erhobenen Zeigefinger) :"Leute, vergesst mal den ganzen Internet-Krams!" Seit nett, ehrlich und authentisch miteinander." Beim Kommentieren ist es eben nicht damit getan, wahllos und lediglich unter marketing Aspekten überall seine 50 Cent dazu zugeben. Braucht kein Mensch und ist letztendlich auch eine Beleidigung für den Blogger. Impliziert es doch die Annahme, dass der Blogger nicht merkt für wie clever sich der Kommentierende hält. Danke für diese Erinnerung an Freundlichkeit, Höflichkeit und ernsthaftes Interesse aneinander und der Arbeit der anderen.

    Liebe Grüße

    Claudia
  • HI Claudia,
    Danke für deinen lieben Kommentar.

    Michael Firnkes von den Blogprofis.de hat vor seinem Kommentarfeld den Hinweis, dass er Spam- und SEO-Kommentare sofort erkennt und gnadenlos löscht. Das hält die Kommentarspalte sauber und macht das ganze menschlicher ;)

    LG, Walter
  • Guten Morgen, Walter,

    zunächst dachte ich nach Lesen deiner Mail zum Artikel: "Mist! Genau das Thema wollte ich euch als Gastbeitrag anbieten."

    Da warst du dann schneller als ich und hast das Thema wieder einmal pointiert und erschöpfebd behandelt.

    Für mich als Blogger, der am Anfang steht, ist noch jeder Kommentar schön. Er schmeichelt meinem Ego.

    Bei euch, die ihr normalerweise Kommantare im zwei- bis dreistelligen Bereich bekommt, sieht das sicher schon etwas anders aus.

    Gestandene Blogger und auch die Leser der Kommentare freuen sich über Mehrwert. Über Ergänzung. Oder über Widerspruch.

    Letzteres ist ein Ergänzung zum Punkt 7 und die höchste Kunst des Kommentierens.

    Du wiedersprichst dem Autor und erhebst dich damit auf dieselbe Stufe der Autorität.

    Das gelingt dir natürlich nur, wenn dein Widerspruch oder Einspruch inhaltlich gerechtfertigt ist und respektvoll vorgetragen wurde.

    Und natürlich sollte niemand krampfhaft nach Widerspruch suchen. Dann wird er im Geiste schnell zur Familie der Trolle zugeordnet. Selbst er wohlfeil zu formulieren vermag, ist der Kommentierende halt nur ein Troll mit Abitur....

    Viele liebe Grüße

    Axel
  • HI Axel,
    Sorry, dass ich dir zuvorgekommen bin ;)

    Das mit den Trollen hast du schön gesagt. Man sollte Kritik und Widerspruch immer von "unten" herantragen, sich also nie über den anderen "erheben". Sonst ist man sofort unbeliebt und ein Troll.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,

    das hier gefällt mir gut:

    Beim Einschleimen sagst du dem Menschen, was er hören will. Beim Loben sagst du dem Menschen, was er nicht erwartet.

    Das habe ich so noch nie gesehen, bringt es aber auf den Punkt.

    Ich finde auch, dass Blogs von den Kommentaren leben. Letztendlich ist ein Blog ein Dialog und keine Plattform zur Selbstdarstellung des Bloggers. Solche Einbahnstraßen begegnen mir aber oft. Das ist eigentlich Schade. Ich finde der Mehrwert eines Artikels wird für die Leser erst durch die Kommentare erzeugt.

    Ich handhabe das auf meinen Seiten so:
    - Kommentare mit Spam-Links, toller Artikel, usw. schalte ich generell nicht frei. Die landen sofort im Papierkorb.
    - Domains im Namens-Feld schalte ich frei, sofern sie mit einem Namen kombiniert sind.
    - Links im Kommentar-Text schalte ich frei, sofern sie in den Gesamtkontext passen und den Wert des Artikels erhöhen. Ich prüfe aber vorher, ob der Kommentarschreiber auch wirklich der Inhaber der verlinkten Seite ist. Das mache ich, damit meine Seiten nicht zur Linkbuilding-Zentrale werden.

    Wie handhabst du das?

    Grüße
    Sven
  • Ich habe es so ähnlich.
    Aber Links im Kommentarfeld sehe ich sehr ungern. Manchmal schalte ich dann zwar den Kommentar frei, aber mit meinem Kommentar dran, dass das spammy ist. So "erziehe" ich die Menschen, nicht ständig Links zu posten.
    Aber wie gesagt: Links habe ich sehr ungern im Kommentarfeld.

    Lg, Walter
  • Moin Walter,

    wieder einmal ein sehr schöner Artikel. Danke dafür.

    Das How-To für gute Kommentare hast du hier jetzt einmal aufgezeigt. Ich denke mir, es ist wie im waren Leben. Behandle deinen Gegenüber genauso wie du auch behandelt werden willst, dann funktioniert es auch richtig.

    Dir noch einen schönen Tag. Auf bald.

    LG
    Der Brian
  • Hi Brian,
    Ja, das ist ein sehr schöner Merksatz. Vor allem im Internet scheinen das viele Menschen zu vergessen.

    LG, Walter
  • Hallo Walter,
    Danke für die Zusammenfassung. Es ist in der Tat so, dass ich beim Kommentieren einen Link hinterlassen möchte, weil ich vielleicht zu einem Thema selber schon etwas geschrieben habe. Aber das wirkt natürlich wie "Leser stehlen wollen". Der Wert des Kommentar sollte so hoch sein, dass die Leser von selber wissen möchten, "Was für ein toller Hecht das ist".
  • Wenn jemand auf meinem Fitness-Blog einen Kommentar mit Link hinterläßt, dann schaue ich mir die andere Website genauer an. Ist es ein reiner Shop, dann lösche ich den Kommentar sofort. Auch sinnlose Kommentare, die nur zu SEO Zwecken hinterlassen werden, wandern in den Papierkorb.

Was denkst du?