Wie du mit diesem Element flüchtige Scanner zu treuen Lesern bekehrst

Von Walter Epp 78

Es ist zum Heulen.

Heute wird mehr geschrieben als gelesen. Leser wollen alles jetzt, sofort und ohne Umwege.

Ehrlich gesagt: Im Internet liest kaum noch jemand.

Stattdessen hat sich eine neue Spezies entwickelt. Diese Spezies ist aus den „Lesern“ hervorgegangen und viele sehen es als Fortschritt an.

Diese neue Spezies heißt: Scanner.

Das Web ist voller Scanner. Unsere Aufmerksamkeitsspanne liegt im Schnitt bei 8 Sekunden. Deine Besucher entscheiden in der Regel innerhalb von 10-20 Sekunden, ob sie bleiben oder nicht.

Du hast nur Sekunden.

Sei mal ehrlich: Wann hast du denn schon einen Text bis zum Schluss gelesen?

Scanner dominieren das Internet und die Medien spielen ihnen in die Hände. Die Inhalte werden kürzer, knapper und oberflächlicher.

Auch wir Blogger sind den Scannern auf den Leim gegangen und passen uns an. Die Blogartikel werden kürzer, oberflächlicher und sind für Scanner optimiert.

Warum Blogger wie Flittchen sind

Doch soll ich dir mal etwas verraten? Scanner sind nicht deine Zielgruppe!

Warum?

Weil Scanner nicht lesen. Scanner verbinden sich nicht mit deinem Blog. Sie werden niemals deine Inhalte „konsumieren“ – sie werden immer nur drüberfliegen.

Und solche Drüberflieger werden niemals zu Fans. Das ist der Knackpunkt.

Als professioneller Blogger sollte es nicht dein Ziel sein, eine Million Scanner anzulocken, sondern 1.000 wahre Fans. 1.000 Menschen, die deine Texte lesen und die darauf hören, was du zu sagen hast.

Scanner sind wie Männer, die nur auf ein One-Night-Stand aus sind. Sie haben nicht vor, eine Beziehung einzugehen. Sie wollen einen Abend Spaß haben und lassen das Mädchen am nächsten Tag fallen wie einen nassen Keks.

Auf der anderen Seite sind die Mädchen, die sich bewusst darauf einlassen und One-Night-Stands voll Ok finden – das sind dann die Flittchen.

Und ja, viele Blogger lassen sich auf die Scanner ein. Sie verhalten sich wie Flittchen und leben von einem One-Night-Stand zum nächsten.

Wie du aus Scannern treue Fans machst

Anstatt sich aber damit zufrieden zu geben, solltest du als Blogger den Scannern den Kampf ansagen!

Du musst sie aber nicht verscheuchen, sondern du musst sie bekehren.

Bekehre sie zu Fans. Mach aus ihnen echte Leser und wahre Anhänger deiner Inhalte.

Wie?

Mit Zwischenüberschriften.

Du hast richtig gelesen. Mit so einem langweiligen und unscheinbarem Element kannst du deine Scanner zu Lesern machen.

Zwischenüberschriften sind das wohl am meisten unterschätzte Stilmittel beim Bloggen.

Klar, alle benutzen sie. Aber fast alle benutzen sie falsch.

Warum die meisten Zwischenüberschriften Käse sind

Hier im affenblog betonen wir immer wieder wie wichtig Überschriften sind. Mittlerweile haben das auch schon viele professionelle Blogger verstanden und arbeiten an ihren Überschriften.

Jetzt kommt jedoch noch ein Brocken dazu:

Alles, was für Überschriften gilt, gilt auch für Zwischenüberschriften!

Warum haben viele Artikel geniale Überschriften und gähnend langweilige Zwischenüberschriften?

Weil Blogger bei Zwischenüberschriften diese Fehler machen:

Fehler #1: Der Spoiler

Viele schlechte Zwischenüberschriften spoilern einfach den nächsten Absatz. Sie verraten, worum es im gesamten Absatz geht und Scanner sind dafür dankbar – sie müssen dann nicht den Absatz lesen.

Sie springen einfach von Überschrift zu Überschrift und sind dann in 10 Sekunden mit dem Artikel fertig.

„War schön. Danke. Auf nimmer Wiedersehen.“

Wenn du möchtest, dass dein „Fließtext“ gelesen wird, dann zwinge die Scanner dazu, deinen Text zu lesen. Deshalb verrate nicht, worum es im Absatz geht.

Schau mal oben, meine zweite Zwischenüberschrift. Eine Spoiler-Zwischenüberschrift wäre: „Mit Zwischenüberschriften machst du aus Scannern treue Fans.“

Und Überraschung: Du hättest den Absatz nicht gelesen, sondern hättest alles, was ich sagen wollte schon in der Headline bekommen.

Fehler #2: Die Geheimbotschaft

Auf der anderen Seite darfst du es aber auch nicht übertreiben. Deine Zwischenüberschriften dürfen nicht so verschlüsselt und geheimnisvoll sein, dass sich der Leser veralbert fühlt.

Du kennst es aus der Schule oder der Uni: Sobald du nicht mehr folgen kannst, schaltest du ab.

Pass deshalb auf, dass du den Leser nicht abhängst und mit besonders kreativen Zwischenüberschriften, die er nicht versteht, verscheuchst.

Geheimbotschaft-Zwischenüberschriften enthalten in der Regel Insiderwissen, Abkürzungen und Begriffe, die die meisten nicht verstehen.

Beispiel für meine zweite Zwischenüberschrift: „Subhead-Implementierung für eine höhere CR“

CR steht für Conversion Rate und eingefleischte Online Marketer wissen das. Doch alle anderen Leser hätte ich hier verloren.

Wahrscheinlich für immer.

Fehler #3: Die Beschreibung

Eine Zwischenüberschrift, die den Inhalt des folgenden Absatzes zwar nicht verrät, aber beschreibt, ist leider auch keine große Hilfe.

Zwar muss der Scanner den Absatz lesen, um zu erfahren, um was es geht, doch die Beschreibung hat die ganze Spannung aus dem Text genommen.

Es ist wie beim epischen Theater von Bertolt Brecht, in dem immer der Erzähler auf die Bühne kommt und erklärt, was gleich passieren wird.

Spannung gleich Null.

Eine beschreibende Zwischenüberschrift für unser Beispiel von oben: „Warum du Zwischenüberschriften verwenden musst.“

Hier weiß der Leser, worum es geht. Es geht um Zwischenüberschriften, aber er weiß noch nicht, warum er sie verwenden muss. Ein kleines Überraschungsmoment ist noch da (im Gegensatz zum Spoiler), doch die Spannung wurde dem Leser schon genommen.

Was deine Leser besser bindet als Treuepunkte

Jetzt weißt du, was du nicht tun sollst. Schauen wir uns deshalb an, wie es richtig gemacht wird.

Deine Zwischenüberschrift muss nur einen Zweck erfüllen: Sie muss den Leser zum weiterlesen zwingen.

Die Überschrift lockt den Leser in den Text. Die Zwischenüberschrift hält ihn im Text.

Das ist die Kontrollfrage: Bringt meine Zwischenüberschrift den Leser zum weiterlesen oder lädt sie nur zum Scannen ein?

Damit eine Zwischenüberschrift zum weiterlesen verführt, muss sie im Idealfall diese drei Elemente haben:

  1. Neugier
  2. Persönlichkeit
  3. Emotion

Die wichtigste Zutat ist hier die Neugier. Sie muss immer vorhanden sein. Wenn deine Zwischenüberschrift keine Neugier weckt, dann sind die anderen zwei Elemente schon egal.

Deshalb konzentriere dich auf das Wecken von Neugier. Danach kannst du Persönlichkeit und Emotionen einbauen.

Wie du in 5 Schritten Zwischenüberschriften schreibst, die Leser fesseln

Schritt 1: Schreibe deinen Blogartikel wie immer.

Schritt 2: Gib den einzelnen Abschnitten zunächst langweilige Zwischenüberschriften.

Schritt 3: Jetzt schau auf die einzelnen Abschnitte wie ganze Blogartikel. Welche Überschrift würde passen und Neugier wecken?

Schritt 4: Checke die Zwischenüberschriften auf die drei oben genannten Fehler.

Schritt 5: Füge Persönlichkeit und Emotionen hinzu.

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, wie du Neugier weckst? Genauso wie bei einer „echten“ Überschrift. Schau dir deshalb unsere Inhalte zum Thema Überschriften an.

Persönlichkeit und Emotionen kannst du einbauen, indem du Humor, einen schrägen Vergleich oder Wut einbaust.

Konkrete Beispiele dazu wären:

  • „Warum mir Scanner auf den Keks gehen und wie ich gegen sie kämpfe.“
  • „Wie du Scanner zu Fans bekehren kannst – besser als der Papst.“
  • „Wie du Scanner zum lesen zwingst, ohne eine Straftat zu begehen.“

Im ersten Beispiel ist Wut im Spiel. Im zweiten verwende ich einen schrägen Vergleich mit dem Papst und im dritten Fall soll die Anspielung auf eine „Nötigung“ den Leser zum Schmunzeln bringen.

Bye, bye, Scanner!

Wenn du so deine Zwischenüberschriften schreibst, dann wirst du sehen, dass du weniger Scanner auf deinem Blog haben wirst.

Du wirst sehen, wie deine Kommentare in die Höhe schnellen, wie deine Shares steigen und deine E-Mail-Liste wächst.

Denn Scanner gehen keine Beziehung ein. Sie engagieren sich nicht auf deinem Blog.

Sie kommen, scannen und verschwinden.

Wenn du es aber schaffst, dass Menschen länger als 10 Sekunden auf deinem Blog sind und sich wirklich mit dir und deinen Inhalten verbinden, dann gewinnst du wahre Fans.

Sage den Scannern also den Kampf an und mache sie zu Lesern. Deine Wunderwaffe dafür heißt: Zwischenüberschriften.

Chimpify Keynote

13. Dezember 2016    10:00 Uhr
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78 Kommentare

  • […] Zwischenüberschriften sind für Mensch und Maschine gleich wichtig. Auch hier muss sich dein Ranking-Wort in zumindest einer <h2> oder <h3> Zwischenüberschrift befinden, wenn du auf gute Positionen in den Suchergebnissen aus bist. Übrigens kannst du mit guten Zwischenüberschriften Scanner zu Lesern konvertieren. […]
  • Haha erwischt, bin online auch eher ein Scanner.

    Die Versuchung ist irgendwie immer da, runter zu scrollen und zu scannen.

    Bei Büchern hab ich das nicht, da hab ich kein Problem mit der Konzentration.

    Vielleicht liegt es also auch am Medium?
  • Ab "Flittchen" habe ich abgebrochen. Also: Wie bringt man seine Leser dazu, nicht weiterzulesen: ignorante, sexistische Klischees unkritisch aufgreifen.
  • […] Zwischenüberschriften setzen. Zwischenüberschriften sind für die Leser und für Google wichtig. Versuche hier den Lesern den Mund wässrig zu machen, ohne alles zu […]
  • Sehr geehrte Frau Karatas, liebe Feministinnen
    ich war auf Ihrer Seite- was soll das ? Wir essen -als gestandene Geschäftsleute, Trainer und Sportler Ende 40- hier alle in unserem Betrieb vegan und leben mit vielen, teils aus Tier Kzs freigekauften Tieren zusammen, aber sind vollkommen bodenständig. Viele Menschen aus unserem Umfeld sind überrascht, wenn sie von unserem Lebensstil hören, viele unserer erfolgreichen Kunden leben aber ebenso tierproduktfrei( viele Männer auch einfach aus gesundheitlichen Gründen ), fangen aber nicht an, das bei jeder Gelegenheit zu thematisieren- möglichst noch in rosa und verquickt mit feministischen Topics. Das schürt nur Vorurteile gegen alle, die so viel Rücksicht wie möglich auf andere Lebewesen nehmen und verschliesst jede Tür. Und auch wir wünschen uns sehr, dass das Leid für die Tiere hier draußen in den Kzs und in den furchtbaren Schlachthöfen bald ein Ende hat- und dafür brauchen wir die Erkenntnis der breiten normalen Masse. Die identifiziert sich- wie wir selbst auch- aber nicht mit machtlosen Mädchen, die -sorry- wirres Zeug reden.
    Wenn man den Anspruch hegt, jeden zu lieben, dann macht man sich kaputt- und es ist vollkommen ungesund. Es reicht doch, Menschen und Tiere, die man nicht so mag, zu meiden.
    Und dass Herr Epp das Wort "Flittchen" benutzt, ist mir in dem Zusammenhang beim Lesen auch unangenehm aufgefallen, aber das kann man doch auch ruhig und sachlich sagen- oder man findet ihn generell doof (ohne ihn zu kennen- tue ich ja auch nicht ) - dann kommts aufs "Flittchen" auch nicht mehr an- aber jeglicher weiterer Angriff sagt dann viel über uns selbst aus. Ich kann als Frau von 47 Jahren nur allen Jüngeren raten: Sucht Euch einen Menschen im echten Leben- zum Lieben, Lachen und natürlich auch für die körperlichen Freuden-fresst nichts, was müde macht und anderen das Leben nimmt- und hängt nicht soviel vor dem PC!
    Bis bald und nur Mut- Ihre Amena Rauf- Vater
  • Liebe Amena, vielen Dank für Ihre Meinung.

    Da Sie in Ihrem Kommentar auch meinen Namen genannt haben, möchte ich Ihnen antworten.

    1. Wie ich die Menschen auf das Thema "Tierquälerei" aufmerksam mache, sollte meine eigene Entscheidung bleiben. Was ist denn so schlimm an meiner jetzigen Webseite? Wieso nennen Sie nur die Farbe Rosa? Wieso übersehen Sie den schwarzen Hintergrund? Wieso übersehen Sie den goldenen Rahmen? Wieso nennen Sie nicht das Zitat "Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachthäuser geben." von Leo Tolstoi, was ich so wirkungsvoll umgerahmt habe? Sorry, aber das musste ich jetzt unbedingt hier veröffentlichen, weil Sie sonst mit Ihrer Beschreibung ein ganz anderes Bild von meiner Persönlichkeit hinterlassen würden. Ausserdem befinde ich mich noch in der Aufbauphase - und dementsprechend wird auch mein Webauftritt "je nach Lust und Laune" sehr oft verändert :)

    2. Wenn Sie die vielen Smileys in meinen Kommentaren zu dem Vergleich "Blogger sind wie Flittchen" nicht übersehen hätten, dann hätten Sie meine "humorvoll" geschriebene Meinung anders beurteilt. Aber die Kritik von Angelika, Bettina und Macke an Walter war sehr ernst geschrieben...

    Ich wünsche Ihnen und der Affenblog-Gemeinschaft schon jetzt eine liebevolle und friedliche Weihnachtszeit!
  • Hallo liebe Damen,

    Zum Thema Sexismus: Ich wollte eigentlich den Bloggern auf die Füße treten, die einfach hinnehmen, dass Leser kommen und gehen.
    Was ich nicht wollte, war, irgendwie sexistisch oder beleidigend zu sein.

    Zuerst habe ich den Sexismus-Vorwurf nicht wirklich ernst genommen, musste dann aber feststellen, dass es doch jemanden ernsthaft getroffen hat. Dafür entschuldige ich mich. Jetzt bin ich für dieses Thema sensibilisiert und habe wieder etwas dazugelernt.

    Schöne Woche allerseits.
    LG, Walter.
  • Hallo Walter, jetzt hast Du bestimmt die Herzen von Angelika, Bettina und Macke wieder zurück gewonnen ;)

    Meine harmonische, verständnisvolle und männerfreundliche Denkweise kennst Du ja schon mittlerweile...

    Ich muss schon zugeben, dieser provokative Artikel war eine "Werbe-Chance" für mich, um die interessierten Affenblog-Leser, die meine Internetseite besucht haben, auf ein ganz anderes Problem aufmerksam zu machen: Tierquälerei. Leider haben Tiere keine Möglichkeit, für Tierrechte zu kämpfen...

    Danke vielmals für Deine gut gemeinten Beiträge, Walter!

    Wenn doch nur alle so friedlich wären wie die smarten Affen :)
  • @Axel: die Diskussion zeigt doch, dass auch der Sender sich durchaus der negativen Konnotation von Flittchen bewusst ist. Also ist es Quatsch, das jetzt auf die Empfängerinnen abzuwälzen.

    Unter Sexismus wird eine auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung verstanden. Und das Begriffspaar Scanner - Flittchen erfüllt diese Definition.

    Ich unterstelle mal, dass solche Sexismen für Walter völlig normal sind - so wie für viele andere Männer auch.

    Es ist ganz einfach: wer kein Sexist ist, benutzt auch keine sexistischen Vergleiche.
  • Hallo Angelika,

    okay, wenn wir dieser Definition folgen, magst du recht haben.

    Jedoch finde ich den reflexartigen Aufschrei bei bestimmten Wörtern nicht gut.

    Beispiel "Flittchen": In meiner Welt sind das sexuell selbstbestimmte Frauen (und Männer), die ihrem Bedürfnis nach vielfältiger sexueller Erfahrung folgen. Und ich finde solche Menschen toll, die sich nicht dafür selbst geißeln, dass sie genau diesem derzeitigen Bedürfnis folgen, ohne sich moralisch selbst zu verurteilen.

    Wenn sich Menschen diskriminiert fühlen aufgrund bestimmter Wörter oder Wortpaare, dann frage ich mich, was die Lösung für das Problem ist.

    Ich bin gegen sprachliche Verbote. Da habe ich ein sehr großes Freiheitsbedürfnis.

    Und ich bin auch für das (geschickte) Spiel mit Klischees und Stereotypen.

    Ob nun Walters aktuelle Sprachspiele gezündet haben, mag jeder für sich entscheiden. Da den pädagogischen Finger zu heben, halte ich persönlich für übertrieben.

    Meine Meinung.

    Viele Grüße

    Axel
  • Hey Walter,

    ich kann dir nur zustimmen. Ich bin auch eher ein Vielschreiber und komme bei "einfachen" Blog-Artikeln gerne mal über 3000 oder auch 5000 Wörter. Da ist es echt nicht einfach, die Leser bei Laune zu halten. ;-) Gerade auch das Thema Zwischenüberschriften habe ich früher konsequent falsch gemacht. In Print-Zeiten wurde da schlichtweg etwas ganz anderes gefordert, was man dann darin endete, dass man als Blogger ähnlichen Murks gemacht hat. :)

    LG
    Maria
  • Hi Maria,
    Print leistet sich sehr viel Luxus und macht sehr langweilige Zwischenüberschriften. Warum? Weil niemand checken kann, wie weit die Leser lesen. Wenn sie wüssten, wie früh Leser aussteigen, würden sie ihre Überschriften ändern...
    LG, Walter
  • Ja, du hast ja so Recht. Ich ertappe mich auch oft beim Scannen und hoffe aber, dass unsere Besucher nicht nur scannen sondern intensiv lesen. Also müssen wir nochmals unsere Zwischenüberschriften checken.
  • Hi Anja,
    Ja tu das.
    Ein guter Test ist: Welche Seiten und Blogs scannst du nicht nur, sondern liest sie auch?
    Lerne von diesen Seiten!
    LG, Walter
  • Wenn die Zwischenüberschrift alles wiedergibt (Stichpunkt "Spoiler"), was im nachfolgenden Absatz steht, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob man den Absatz überhaupt braucht. Denn dann würde ja offensichtlich ein Satz reichen.
  • Hi Angelika,
    Ja, meistens reicht ein Satz, um den Hauptgedanken zu verraten. Aber meist möchte man den Gedanken weiter ausführen, damit der Leser auch wirklich checkt, was man meint. Deshalb sollte man den Mörder erst später verraten – man möchte ja eine intensive Beziehung zum Leser.
    LG, Walter
  • Also erstmal ... puh, ich bin geschockt, nein - nicht von dem Artikel, Papst oder den sexistischen Anspielungen, sondern von dem Aufwand der auf mich zu kommt. Erster Schock vorbei: Danke für den Artikel! Vieles ist bekannt, aber macht man trotzdem falsch. Nun kommt der Schock wieder, soll ich alle meine Artikel überarbeiten ? Wirklich alle ? Naja getan werden muss eh was, man hat ja im Laufe der Zeit dazu gelernt und so viele Kleinigkeiten müssen geändert werden ...
  • HI Victor.

    Nachträglich würde ich nur deine epischen Evergreen-Artikel überarbeiten.

    Sprich: Deine besten 5 ARtikel.

    Und in Zukunft kannst du das dann bei den neuen Artikeln berücksichtigen ;)

    LG, Walter
  • Hi,
    schreibe gerade an einem Unterhaltungsroman und habe versuchsweise die Kapitelüberschriften nach Deinen Hinweisen zu den Zwischenüberschriften umgestaltet. Kommt toll! Schafft Spannung! Lasse ich so! Danke!
  • Hi Viktor.
    Ja, das gilt natürlich auch für Romane.

    Wäre ja komisch, wenn man mit der Kapitelüberschrift schon den Mörder verraten würde :D

    LG, Walter
  • Servus Walter,

    Das mit den Scannern war mir so gar nicht bewusst! Danke für die hilfreiche Anregung, das werde ich beim schreiben meines nächsten Blogbeitrags sicher berücksichtigen :)

    Gruß Tim
  • HI Tim,
    Na dann viel ERfolg beim Umsetzen :D
    LG, Walter
  • Hi Walter,

    toller Artikel, danke.
    Aber wie gehe ich das dann am besten SEO-technisch an?
    Keywörter sollten auch in der Zwischenüberschrift auftauchen, um ein gutes Ranking zu erzielen. Aber dann verraten sie schon wieder viel zu viel über den nachfolgenden Text, oder nicht? Wie siehst du das?
  • Diese Frage stelle ich mir auch immer.
    Wahrscheinlich muss man abwägen und abwechseln.
    Mir ist aufgefallen, dass der Titel, die h1 Überschrift („...Scanner...“, in diesem Artikel nicht mit der URL übereinstimmt. Diese ist /zwischenüberschriften.
    Ich habe daraufhin mal ein ein paar Artikel auf dem Affenblog angeschaut.

    Überschriften wie „ 3 Dinge Die Du beim XY beachten musst“, spiegeln sich meist in der URL wieder. Vermutlich ist das Keyword hier enthalten. Man weiß nicht, was empfohlen wird, nur wofür.
    In diesem Post kommen sowohl „Scanner“ als auch „Zwischenüberschriften“ häufig im Fließtext und je ein Mal in einer Zwischenüberschrift vor.
    Ist das ein Versuch, für beide Keywords gleichmäßig zu optimieren?
    Seltsamerweise kommen diese beiden Worte nicht in dem selben Satz vor. Ist das Absicht?

    Hier auf dem Affenblog wird ja meist empfohlen, nach einer Keyword Recherche in erster Linie für den Leser zu schreiben und danach nur so weit für die Suchmaschine zu optimieren wie das Leseerlebnis für den Menschen nicht darunter leidet.
    Das hieße dann wohl, Silvia, wenn man es nicht schafft, das Keyword in der Zwischenüberschrift unterzubringen, ohne die Spannung zu opfern, lässt man es eben.

    Trotzdem, Walter, bin ich jetzt neugierig:
    Sind „Scanner“ und „Zwischenüberschriften“ Deine Keywords für diesen Post und hast Du sie mit Absicht nicht in den selben Satz geschrieben?
  • Hallo Walter,

    danke für die neuerlichen Anregungen, Die nehme ich mir künftig noch mehr zu Herzen. denn klar ist: Scanner können deine Beiträge nicht schätzen lernen.

    Deine Vergleiche und (Zwischen-)Überschriften sind wieder einmal sehr witzig. Und sie treffen. Einge Leser sogar so sehr, dass sie die virtuelle Klappe aufreißen und sich beschweren müssen... ;)

    Weiter so! kann ich da nur sagen.

    Viele liebe Grüße

    Axel
  • Hi Axel,
    Danke für dein Kompliment und die Schützenhilfe, die du hier leistest :D

    Bemühe mich, weiterhin treffend zu schreiben. Auch, wenn es nicht allen gefällt ;)

    LG, Walter
  • Lieber Walter - ich bin noch da :)

    Also mich hast Du bis zum Ende behalten. Danke für Deine "Erinnerung" an das Handwerkszeug. Ich nehm es mir zu Herzen und setze es gleich heute um bei meinem aktuellen Blogartikel.

    Gut gemacht!

    Alles Liebe,
    Birgit
  • Hi Birgit.
    Ich erinnere gerne meine Leser.
    Viel Erfolg beim Umsetzen ;)
    LG, Walter
  • Hier zwei weitere Artikelvorschläge:

    "Wie du mit einem sexistischen Artikel Leser verlierst."

    "10 tolle sexistische Vergleiche für deine Artikel"

    ...
  • Wie wäre es mit:

    - Prüde Leser verweigern sich
    - Warum die Sexismus-Keule langweilt

    oder

    - Was Sexismus-Anklafen mit deinem Sexleben zu tun haben?

    Verschmitzte Grüße

    Axel
  • Hi Macke,
    Danke für die Vorschläge. Ich schreibe sie in meine Sammlung mit Artikelideen ;)
    LG, Walter
  • Guter Artikel! Nur zwei Anmerkungen:

    1. Bringe ich den Papst nur für eine Headline, aber ohne konkreten Bezug, ist das eine Instrumentalisierung von Religion. Ich persönlich lese sowas ungern.
    2. Flittchen, ok. Gibt es keine Bezeichnung für das männliche Gegenstück? ONSer? Testosteron-Getriebener? Hormon-Hugo? ;)

    Ansonsten prima Input, Zwischenüberschriften sind sehr wichtig.
  • Hi Michael,

    nur mal kurz meine Meinung, weil du mit deinen Anmerkungen selbige rauskitzelst.

    Zu 1) Ich glaube nicht, dass eine bloße Nennung des Papstes eine Instrumentalisierung bedeutet. Der Mann hat es schließlich schon im Kettenhemd in eine Redewendung gerockt...

    Vielleicht bist du da zu empfindlich?

    Zu 2) Was ist am Flittchen eigentlich so schlimm? Wenn ein Mensch mit einem anderen Sex hatte und den nicht wiederholen will, warum sollte das ansatzweise verwerflich sein? Wenn eine Speise bei dir Brechreiz verursacht, zwingst du dich doch auch nicht ein zweites Mal, sie runter zu würgen. Oder?

    Schelmige Grüße

    Axel
  • Hi Michael,

    Ich bin kein Fan davon, große Persönlichkeiten zu veralbern oder in den Dreck zu ziehen.

    Der Satz mit dem Papst ist ja nicht negativ. Der Papst hat ja die Aufgabe, Menschen zu bekehren. Deshalb finde ich es nicht schlimm, ihn hier als Vergleich zu nehmen.

    Instrumentalisierung ist (wenn man den Respekt behält) also eigentlich nicht schlimm. Es ist eher Tritt-Brett-Fahren auf dem Namen großer Menschen. Das Gleiche ist: "10 Dinge, die ich von Steve Jobs gelernt habe". Hier benutzt man den berühmten Steve, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Wie gesagt: Wenn man den Respekt behält, finde ich das voll Ok.

    Und wenn du möchtest, dann schreibe ich in meinem nächsten Artikel über einen Don Juan.

    LG, Walter
  • Es ist wie bei einer Küstenlinie, wie bei einem Baum, einem Farn, einem Blumenkohl.
    Genau so, wie sich in den großartigen Strukturen in der Natur das Formkonzept des Großen Ganzen auch in den kleinen und kleinsten Untereinheiten zeigt, werden auch die bedeutenden Kunstwerke der Menschen gestaltet.
    Das gilt für den großen Schicksalsroman, seine Kapitel, seine einzelnen Szenen.
    Das gilt auch für den Blog, seine Posts und seine einzelnen Gedanken.

    Auch wenn man das theoretisch oder instinktiv eigentlich weiß, ist es sehr wertvoll, immer wieder darauf hingewiesen zu werden, damit man es auch wirklich täglich anwendet.

    Danke, Walter!
    Du hilfst uns sehr dabei, aus unseren schriftlich niedergelegten Gedanken bedeutende Posts zu machen.
  • Hi Lita,
    Ich freue mich, wenn ich helfen kann.

    Ja, vieles wissen wir wirklich im Unterbewusstsein und wenden es auch ab und zu mal an. Wenn uns es aber ganz bewusst machen, dann schreiben wir noch besser ;)

    LG, Walter
  • Na super - es lebe der Sexismus: Scanner und Flittchen!
  • Flittchen, das.
    Seltsam, dass dieses Wort, obwohl es doch sächlich ist, immer nur auf weibliche Menschen angewendet wird.

    Kennt jemand ein Wort für männliche Flittchen?
  • Hi Angelika,
    Ich habe noch leider kein Plugin gefunden, dass das Geschlecht der Leser erkennt und daraufhin die negativ besetzten Wörter jeweils anpasst.
    Beide Varianten aufzuschreiben (männlich wäre wohl Gigolo oder Don Juan) ist etwas umständlich und würde den Text unleserlich machen.
    LG, Walter
  • Ich selbst war ursprünglich ein „traditioneller“ Leser – habe Blogbeiträge gelesen wie man ein Buch liest, von dem man sich wertvolle Informationen erwartet. Die Erfahrung hat mich jedoch gelehrt, dass nur sehr wenige Blogbeiträge wirklich wertvoll sind. Oft ist es nichts anderes als bloßes „Gequatsche“ bzw. „Geschreibe“. Aus diesem Grund wurde ich immer mehr zum Scanner. Allerdings, wenn ich einen Artikel finde, der so verfasst ist, wie es in diesem Post beschrieben wird, dann hat er mich meist gefesselt und veranlasst ich wirklich intensiv zu lesen. Ich kann also aus eigener Erfahrung bestätigen, dass diese Punkte wirken. Auch bei meinem eigenen Blog sieht es so aus, dass diejenigen, die meine Beiträge wirklich lesen dies vor allem aufgrund der Überschriften und Zwischenüberschriften getan haben, die sie angesprochen haben.
  • Hi Oliver,
    Ich verstehe dich gut. Auf vielen Webseiten bin ich auch nur als Scanner unterwegs, weil dort nur oberflächliche INformationen und Geschwafel geteilt wird. Da bin ich voll bei dir.

    Bei einigen Bloggern lese ich allerdings jedes Wort, weil ich weiß, dass bei ihnen jedes Wort zählt.

    Freue mich, dass es auch bei dir funktioniert.
    LG, Walter
  • Gute Morgen-
    ein toller Artikel- auch anders herum nutzbar. Werde jetzt nicht mehr jeden Text genau lesen, wenn er mir mit Zwischenüberschriften gut aufbereitet ist und ich das Thema generell schon kenne.
    LG A. Rauf- Vater
  • Hi Amena,
    Ja, viele Blogs machen es den Scannern leicht ;)
  • Mensch super! Ich frag mich schon manchmal warum manche nur 0:04 Minuten brauchen für den Artikel und andere wieder 4:50 Minuten. Scanner also. Die ich nicht dazu gebracht haben meine Text zu lesen.
    Werde deinen Artikel deshalb zum Anlass nehmen die Zwischenüberschriften zu ändern.

    Danke Walter!
  • Gern geschehen.
    Viel Erfolg beim Kampf gegen die Scanner :D

    LG, Walter
  • Lieber Walter,
    vielen Dank für diesen anregenden Artikel!
    Ich habe gerade richtig Lust bekommen, mir die Überschriften und Zwischenüberschriften in meinen Artikeln noch einmal vorzunehmen.
    Ich denke, ich habe sie bisher doch etwas stiefmütterlich behandelt...
    Da ist noch einiger Platz nach oben!

    Vielen Dank also, das du uns so schön "an die Hand nimmst" und genau aufzeigst, wie sie zu verbessern sind.

    Der Vergleich mit den "Flittche" ist aus Frauensicht ziemlich polarisierend!
    Aber sicher war das auch so gedacht... 😉

    Herzliche Grüße,
    Silke
  • Hi Silke,
    Na dann viel Spaß beim überarbeiten der Zwischenüberschriften.

    Ja, ich weiß dass ich mit dem Flittchen einigen auf die Füße trete...aber das ist ja gewollt.

    Damit die Aufmerksamkeit steigt, aber auch um ein starkes Bild zu verwenden.

    Die Gefahr ist natürlich groß jemanden zu beleidigen, was natürlich nicht mein Ziel ist, aber dieses Risiko muss man in Kauf nehmen.

    LG, Walter
  • Frauen - wo? Ich lese nur Mädchen

    An und für sich sollte es um den Inhalt des Artikels gehen
    Aber ich frage mich nur, ob wohl irgendwer nachdenkt, was für ein Bild damit wieder transportiert wird, und entsprechend reagiert

    Wem trittst du denn auf die Füße? Männern?
    Den wenigsten. Die bleiben ja Männer, auch wenn sie One-Night-Stands haben (was ja legitim ist, wenn es für beide passt!).
    Und selbst wenn da Don Juan oder Casanova stünde, sind die Namen negativ besetzt so wie Flittchen?

    Frauen (abgesehen davon, dass sie im Artikel eigentlich gar nicht vorkommen)? Von den paar, die im Online-Business unterwegs sind, werden sich auch kaum welche zu Wort melden, denn schließlich wollen es sich die meisten (vermute ich mal) mit den Machern nicht verscherzen

    Also - viel Unbillen wirst du dich nicht aussetzen (ich muss wohl keine Beispiele anführen, wie weit es gehen kann, wenn frau sich im Netz gegen Sexismus einsetzt)
  • Hallo. Bin selbst ein Scanner in manchen Blogs. Überfliege meist die Artikel und lese nur das was mich anspricht.

    Acht Sekunden ist nicht wirklich viel. Die Goldfische schaffen neun Sekunden. :)

    Was noch sehr effektiv ist: Artikelbild nicht am Anfang des Artikels zu platzieren, sondern in den Text einfließen lassen. D.h. zwei Sätze und erst dann das Bild. Der Artikel wird zwar auch nicht zu Ende gelesen, aber dafür die Aufmerksamkeit erhöht.

    Grüße.
  • Hi Alex,
    Danke für den Tipp.

    Bei ganz langen Artikeln baue ich auch Bilder in den Text ein, damit sich das Auge etwas erholen kann und damit die Aufmerksamkeit neu geladen wird.
    Jeff Goins macht es auf deine Art ;)

    LG, Walter

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